„In Rixdorf ist Musike“ – frei nach Manfred Lommel:

Richardsdorfer Tanzmusik

Neugebauers gehen heute/wieder einmal auf den Ball./Und entgegen tönt den beiden/Tanzmusik mit lautem Schall./Doch, ihr Leut‘, ihr müßt es wissen,/’s geht mir selber gegen’n Strich,/unsre Musik ist belämmert,/Klavier und Klarinetterich.

Kaum im Saale eingetrudelt,/packt Pauline ihren Mann,/läßt ihn gar nicht erst zum Stuhle,/fängt sofort zu schwoofen an./Und sie schwebt in dem Gewudel,/von der Musik ganz entzückt,/und er spricht: >Nee, det Jedudel/macht mir reineweg verrückt.<

Jedes Fest jeht mal zu Ende,/Pauline drängelt schon nach Haus./Doch der Paul, der säuft behende/noch zwei Flaschen Cognac aus./Und nachdem er die getrunken,/schlafen sie in süßer Ruh‘,/hören nur von weiter Ferne/der Richardsdorfer Musik zu.

Rixdorf-Mucke.
In Richardsdorf um 1900. [Ansichtskarte; Bildquelle: Archiv Syzygos.]
Neue Neuköllner Mucke gibt es jetzt in Lankwitz, übrigens.

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Ein Gedanke zu “„In Rixdorf ist Musike“ – frei nach Manfred Lommel:

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