Sonnabend, 8. März 2014 – WiTzels Tagblatt (Teil Zwo)

Hallo, Mädels!

Rose zum Frauentag.

Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag!

 

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S;=)

Diesmal gibt es wegen der großen Bilddateien das Tagblatt in zwei Teilen, ausnahmsweise:

Freitag: Teil eins. – Sonnabend: Teil zwo.

TEIL EINS (1) siehe gestern, Fr., 7. März 2014:

  1. Tagesmusik zur Frage: „Why Should The Devil Have All The Good Music?“, beantwortet von Larry Norman;
  2. dazu passen die Engel auf Joos van Cleves Bild, wie sie gerade „So ein Tag, so wunderschön wie heute!“ singen; 
  3. FORTSETZUNG (2) HEUTE!
  4. Neue Tagesmusik, ein Beitrag aus dem Wedding, um mal zu kalauern, d.h. Rod Stewart mit „Shotgum Wedding“;
  5. Spruch zum Tage von Zsa Zsa Gabor;
  6. Kalendergeschichte als Comic: „Die Hochzeitsreise“;
  7. Vorlesung, u.a. zum Thema FRÜHLING;
  8. Fortsetzungsgeschichte MATA HARI.

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Ton ab für Rod Stewart: „Shotgum Wedding“ (das Gelaber vorneweg gehört nun mal dazu, es lohnt sich trotzdem):

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S;=)

Spruch zum Tage:

Männer verlieben sich mit den Augen, Frauen verlieben sich mit den Ohren.

ZSA ZSA GABOR war bis jetzt acht Mal verheiratet, sie muss es wissen. Ihre Ehe Nr. 7 dauerte übrigens nur einen Tag (sog. „Hochzeitstag“, wird häufig verwechselt mit „Hochzeitsnacht“).

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S;=)

Kalendergeschichte

Zu dem Thema passt unser 100 Jahre alter Comic:

Hochzeitsreise-1-

DIE HOCHZEITSREISE

Links: Die Nummer ist fein und reserviert,/Nummer 14 liegt ganz ungeniert!

Rechts: „Willkommen! Bitte hier herein,/Das junge Paar wird müde sein./Wann darf ich morgen Mittag wecken?/Ich möchte Sie doch nicht erschrecken.“

Hochzeitsreise-2-

Links: Ob man wohl etwas sieht und hört?/Das Lauschen ist der Mühe wert,/“Aha! – So also wird’s gemacht,/So schön hätt‘ ich’s mir nicht gedacht.“

Rechts: „Endlich allein! – Ganz ungestört,/Kein Aug‘, das sieht, kein Ohr, das hört,/Wie schön ist’s, wenn man Küsse tauscht,/Wo keine Schwiegermutter lauscht!“

Hochzeitsreise-3-

Links: „Ich fühle, es wird wirklich Zeit,/Dass man endlich auch mal freit!“

Rechts: „O lass mch tief ins Herz Dir sehn,/Wirf alles ab, was Dich bedrückt,/Ganz offen sollst Du vor mir stehn,/Dein Anblick macht mich hochentzückt.“

Hochzeitsreise-4-

Links: „Komm, August, ordne Deine Sachen,/Wir wollen auch jetzt Hochzeit machen!“

Rechts: Die Tagesarbeit ist geschehn,/Man kann getrost zu Bett nun gehn.

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S;=)

Vorlesung:

http://volkslesen.tv/15-09-blinde-lesen-2-christine-langer/

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S;=)

Fortsetzungsgeschichte:

COVER-Mata_Hari

Die Herren des Morgengrauens

Briefmarke.

Früh am naßkalten Morgen des 13. Februar 1917 erscheinen vier Herren an der Rezeption des Elysée-Palace-Hotels und fragen den Portier nach der Zimmernummer einer gewissen Tänzerin Mata Hari. Einer von ihnen zückt seine dienstliche Erkennungsmarke.

Anschließend setzen sich zwei von ihnen in die Sessel im Foyer und behalten den Lift und die Treppe im Auge. Ein Page des Hotels führt die anderen beiden zu Mata Haris Zimmer. Die Tür ist nicht abgeschlossen. Polizeikommissar Priolet schiebt den Unterkiefer vor und tritt rasch durch die Tür, während sein Kollege auf dem Flur bleibt und Wache schiebt.

Priolet schaltet das Licht an. Da liegt die Tänzerin im Negligé auf der großen breiten satinbezogenen Hotelmatratze und verspeist gerade ein Croissant vom Frühstückstablett auf ihrem Nachttisch.

Verblüfft schaut sie auf und fragt: „Was ist denn los? Was wünschen Sie?“

Den Haftbefehl lässt der Polizeikommissar noch stecken und erklärt, er müsse mit ihr über die belgischen Spione sprechen.

Verlegen antwortet Mata Hari: „Ich bin unpäßlich. Konnten Sie mir Ihren Besuch nicht wenigstens einen Tag vorher ankündigen?“

Priolet wechselt den Tonfall. Seine Stimme klingt jetzt bestimmend und energisch: „Die Polizei kündigt ihre Besuche nie vorher an.“

Darf ich wenigstens nach nebenan in meine Garderobe, um mich anzuziehen?“

Der Beamte vergewissert sich, dass diese Garderobe keinen zweiten Ausgang hat, und erlaubt es ihr.

Drei Minuten später kehrt die Tänzerin aus der Garderobe zurück. Sie hat sich nicht angezogen, sondern ausgezogen. Splitterfasernackt stellt sie sich stolz in Positur, beschenkt Priolet mit einem verführerischen Schlafzimmerblick und guckt, wie er guckt.

Der Polizist bekommt tatsächlich pralle Augen wie alle Männer und schließt sie sofort, denn Dienst ist Dienst. Er schaltet auf stur und knurrt drohend: „Machen Sie keine Mätzchen, Madame, und beeilen Sie sich. Ich bin nicht aus Spaß hier.“ Dann dreht er sich um und wartet, bis sie in einem angemessenen dunklen Ausgehkleid wieder erscheint.

Mata Hari.
Mara Hari am 13.2.1917, dem Tag ihrer Verhaftung.

Anschließend wurde Mata Hari von Polizeikommissar Priolet verhaftet und Hauptmann Pierre Bouchardon vorgeführt, dem Untersuchungsrichter des Kriegsgerichts. Danach kam sie in eine Einzelzelle im Frauengefängnis Saint-Lazare. Die berühmteste Zelle für Untersuchungsgefangene ist hier die Zelle – heute sozialpädagogisch „Haftraum“ genannt – Nr. 12, in der schon prominente Tatverdächtige einsaßen wie die Mätresse Felix Faures, Margarete Steinheil, oder die Mörderin des „Le Figaro“-Chefredakteurs Gaston Calmette, Henriette Caillaux. Nach zwei Tagen wurde Mata Hari hierhin verlegt. Sie bekam ziemlich schnell ziemlich viel Post, denn nachdem sich ihre Festnahme herumgesprochen hatte, schickten die Gläubiger alle möglichen Rechnungen und Mahnungen an die neue Adresse in der Rue du Faubourg-Saint-Denis im 10. Arondissement.

Wird fortgesetzt.

Am Stück tutti completti, d.h. ganz und gar lesefertig als Kindle Ebook bei Amazon erhältlich, als gedrucktes Buch im DIN-A4-Format (64 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß-Abbildungen, Thermobindung), einzeln numeriert, datiert und signiert von Herbert Witzel alias Hermann Syzygos, für 10 EUR + 2 EUR Versand (innerhalb Deutschlands) bei Herbert Witzel, Warthestraße 25, 12051 Berlin, Tel.: 030-693 16 49, <herbert_f_witzel[at]web.de>.

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