Donnerstag, 1. Mai 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 73

Donnerstag, 1. Mai 2014

= = =

Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens. Dafür sehen wir uns am Montag Abend um 18:30 Uhr in Lankwitz!

= = =

Ton ab für „Heebie Jeebies“, das heißt auf Deutsch soviel wie Emse Bremsen, jedenfalls in Berlin. An Piano, Tröte und Gesang begrüßen wir Mr. und Mrs. Lil und Louis Armstrong:

 

= = =

S;=)

Bild des Tages:

Jan van Eyck
Jan van Eyck: Arnolfini-Hochzeit, Hochzeitsbild des Giovanni Arnolfini und seiner Frau Giovanna Cenami (1434).

Bildquelle: The Yorck Project.

= = =

S;=)

Spruch zum Tage:

Männer wünschen sich eine Frau, mit der sie Pferde stehlen können.
Frauen wünschen sich einen Mann, mit dem sie ein Auto kaufen können.

ANA MAGNANI.

= = =

S;=)

Kalendergeschichte:

Unter Friedrich Wilhelm II. blühte die Oper in Berlin. Der König selbst spielte ausgezeichnet Cello. Im Mai 1789 wurde Wolfgang Amadeus Mozart hier in allen Ehren und mit großer Auszeichnung vom Königspaar empfangen. Mozart ging gleich am ersten Tag in die Oper, dort spielte man sein Werk „Die Entführung aus dem Serail“. Niemand kannte ihn – er wird geschildert als „klein, rasch, beweglich und blöden Auges, eine unansehnliche Figur im grauen Überrock“ – und er rückte immer näher an das Orchester heran, bis er plötzlich wegen eines falschen Tons laut in den Orchestergraben hineinrief: „Verflucht, wollt Ihr wohl D greifen!“

Allgemeines Erstaunen und dann Erkennen: „Mozart ist hier im Theater!“

Wolfgang Amadeus Mozart

Eine Sängerin wurde dadurch so eingeschüchtert, dass sie sich weigerte, weiterzusingen. Schließlich wurde Mozart hinter die Kulissen gerufen und beruhigte sie: „Madame, was soll das? Sie haben herrlich gesungen…“

Am Hof wurde allerdings heftig gegen Mozart intrigiert; besonders Dupont, der Cellolehrer des Königs, tat sich dabei hervor. Mozart hatte ihn besucht und sich geweigert, mit ihm französisch zu sprechen. „So ein welscher Fratz“, schüttelte Mozart nach seinem Besuch grimmig den Kopf Bekannten gegenüber:

Wer jahrelang in deutschen Landen lebt und deutsches Brot frißt, der muss auch deutsch reden oder wenigstens radebrechen, so gut oder so schlecht, wie ihm das Maul dazu gewachsen ist.

Mozarts Unterschrift.

– Dies wurde Dupont hinterbracht und er versuchte daraufhin, Mozart am Hof zu schaden, wo er nur konnte. Doch der König war so von Mozarts Musik begeistert, dass er ihm die Stelle eines Kapellmeisters in Berlin anbot mit einem stolzen Gehalt von dreitausend Talern. Doch Mozart lehnte ab, “ weil er seinen guten Kaiser Joseph nicht verlassen könne“.

(Erzählt nach Paul Lindenberg: Berlin in Wort und Bild, Berlin 1895.)

= = =

Vorlesung ―http://volkslesen.tv/32-11-innovative-und-wirte-anselm-gruen/

= = =

Fortsetzungsgeschichte: geht demnächst weiter. – Ich bereite den 5.5. in Lankwitz vor.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s