Donnerstag, 22. Mai 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 91

Donnerstag, 22. Mai 2014

  1. Tagesmusik mit Willie Nelson und Norah Jones;
  2. Bild des Tages: Natascha Ungeheuer;
  3. Spruch zum Tage von Wilhelm Raabe;
  4. Kalendergeschichte, diesmal Herbert-Friedrich Witzel;
  5. Vorlesung, Der kleine Prinz;
  6. Fortsetzungsgeschichte CAFÉ FANTASY.

 

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Ton ab für eine entspannte, besinnliche Kostbarkeit mit Country-Legende Willie Nelson, Bues-Lady Norah Jones und eine phantastischen Begleitband:

 

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S;=)

Bild des Tages:

Natascha-Ungeheuer.
Natascha Ungeheuer: Fathma (1985).

 

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S;=)

Spruch zum Tage:

Oh, versteht es nur, Blumen zwischen die öden Blätter des Lebens zu legen; fürchtet euch nicht, kindisch zu heißen bei zu klugen Köpfen; ihr werdet keine Reue empfinden, wenn ihr zurückblättert und auf die vergilbten Andenken trefft!“

WILHELM RAABE.

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S;=)

Kalendergeschichte:

Vorhin hab ich mich mit meinem Neffen getroffen, der in Potsdam einen Vortrag gehalten hat. Wir waren für 11:30 Uhr in der Kantine im 10. Stock vom Rathaus Kreuzberg verabredet – kann ich sehr empfehlen wegen Panoramablick, freundlicher Bedienung und preiswertem guten Essen. Problem war nur, dass er dabei an Mittwoch dachte und ich an Donnerstag.

Na, wir haben uns dann doch noch so gegen 14 Uhr erwischt und eine kurzweilige gesprächige Zeit Yorckstraße/Ecke Mehringdamm verbracht, wo ich ihm das Eckhaus zeigte, in dem Gottfried Benn 18 Jahre lang seine Praxis über der Belle-Alliance-Apotheke hatte, und dann besuchten wir noch den Friedhof und die Gräber von E.T.A. Hoffmann und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Am Grabe des Autors Johannes Schenk war zufällig seine Lebensgefährtin da und am Blumengießen, die Malerin Natascha Ungeheuer. Wenn sie in Berlin ist, dann geht sie jeden Tag hin und pflegt das Grab. Man sieht es. Sie wird mir eine Einladung zu ihrer nächsten Ausstellung schicken.

Ich freu mich drauf.

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Vorlesung

http://volkslesen.tv/33-09-sozialer-buecherladen-liest-antoine-de-saint-exupery/

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Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 12

Wir erinnern uns dunkel an den Herrnhuter Diaspora-Prediger Weiz und an Urs Bergner, der Veronika Mewes-Fischer an Tisch drei gerade seine Erlebnisse vom Erlebnis-Shopping im RingCenter berichtet hat.

„Hört sich nach Mammoniten an“, murmelte Prediger Weiz.

„Wer oder was?“, fragte Urs Bergner.

„Wieviel, sagten Sie?“, fragte Frau Mewes-Fischer, die ehemalige Geschäftsführerin.

„Ich sagte, das erinnert mich an Mammoniten, diese Sekte, die sich den Mammon zum Oberhaupt gewählt hat und ihm nun Tempel baut, Banken, Kaufhäuser und Einkaufszentren. Diese Tempel, so wünschen es sich die Mammoniten, diese Tempel sollen alle Kirchen, Dome und Kathedralen unserer Vorfahren in den Schatten stellen. Wir werden zu Kaufberauschten erzogen.“

„Ja, geht das denn?“, wunderte sich Urs.

„Natürlich geht das, Garçon“, sprach Frau Mewes-Fischer. „Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Menschen nicht zu glücklich werden, denn unglückliche Menschen geben mehr Geld aus, hat die Marktforschung herausgefunden.“

„Na, für die Unglücksbeschaffung haben Sie ja jetzt die EU, soviel ich weiß“, sagte Weiz. „Wegen der Mammoniten bin ich aber nicht hergekommen, sondern wäre eher weggeblieben. Nein, ich wollte Ihnen die Geschichte der Gottliebin Dittus erzählen. Gottliebin Dittus lebte in Möttlingen…“

„Dem sogenannten Tor zum Schwarzwald“, nickte Urs, der gut aufgepasst hatte, „und sie wohnte ab sofort mit ihren Geschwistern im Erdgeschoss des Hauses Brunnengasse Nr. 3. Schon beim ersten Schritt über die Schwelle der neuen Räume hatte sie gespürt: ‚Hier ist es nicht richtig …‘

„Richtig“, nickte Weiz, „so war das. Ich zeig Ihnen hier mal ein Bild von dem Haus, damit Sie wissen, wovon ich rede.“

Foto aus Möttlingen.
Das Gottliebin-Dittus-Haus in Möttlingen (2012).

„Moment mal“, begehrte Frau Mewes-Fischer auf, „wer hat diese Geschichte denn herausgesucht? Der Google-News-Roboter oder wer?“

Weiz schüttelte den Kopf. „Ich und der Autor, wir haben diese Geschichte herausgesucht fürs CAFÉ FANTASY. Wenn Ihnen das nicht passt, dann können Sie ja den Blog wechseln oder am Großflughafen WILLY BRANDT ins nächste Flugzeug steigen und auf den Sankt-Wowereit-Tag warten.“

Frau Mewes-Fischer schwieg verärgert.

„Wie geht es denn jetzt weiter?“, fragte Urs. „Nun lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen, Herr Diaspora-Prediger!“

„Die Dittus-Geschwister setzten sich zum Mittagessen und Gottliebin sollte das Tischgebet sprechen. Sie begann: ‚Komm, Herr Jesus, sei unser Gast …‘ Dann verdrehte sie plötzlich die Augen und fiel vom Stuhl wie ein Stück Holz.“

„War sie tot?“, fragte Frau Mewes-Fischer entsetzt und vergaß ihre Verärgerung über Sankt Wowereit.

Wird fortgesetzt.

  • Da hat Frau Mewes-Fischer eine sehr gute Frage gestellt:
  • War Gottliebin tot, als sie zu Boden fiel?

Morgen wissen wir mehr. – Sie können die Geschichte aber auch von SOFORT auf GLEICH lesen, nämlich hier:
http://www.amazon.de/Die-Besessene-Gottliebin-Dittus-Moettlingen/dp/1496119681/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1400694245&sr=8-1&keywords=Witzel+Die+Besessene

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So, das war WiTzels Tagblatt Nr.

91

 

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