Mittwoch, 28. Mai 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 96

Mittwoch, 28. Mai 2014- noch sechs Tage bis zu meinem Auftritt im Film-Kultur-Café Lankwitz.

  1. Tagesmusik Roy Orbison und Johnny Cash;
  2. Bild des Tages: Mary Cassatt,
  3. Spruch zum Tage von Tom Hanks;
  4. Kalendergeschichte, diesmal über Lola Montez und den König;
  5. Vorlesung, Gogol;
  6. Fortsetzungsgeschichte CAFÉ FANTASY.
  7. Besondere Schmakazie: die Auflösung des gestrigen Schachproblems.

= = =

Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

= = =

Ton ab für ein Ständchen für diese hübsche Frau namens „Pretty Woman“

Was nun Johnny Cash angeht, da empfehle ich guten Gewissens meine eigene Schreibe:

Johnny-Cash.

= = =

S;=)

Bild des Tages:

Bootsfahrt.
Mary Cassatt: Die Bootsfahrt (1894).

= = =

S;=)

Spruch zum Tage:

Das so genannte schwache Geschlecht ist meist das stärkere Geschlecht wegen der Schwäche, die das stärkere Geschlecht für das schwache Geschlecht hat.

TOM HANKS zugeschrieben.

= = =

S;=)

Kalendergeschichte:

Als Lola Montez im Jahre 1846 nach München kam, wollte sie im Theater tanzen. Das wurde aber von der Intendanz abgelehnt. Sofort begab sie sich zum König Ludwig I. von Bayern, fing gleich im Vorzimmer Zank und Streit mit dem Kammerdiener an, weil der sie nicht vorlassen wollte, und veranstaltete dabei einen derartigen Aufriß, dass ihr heftiges Randalieren bis zum König durchdrang. Er befahl, man solle diese kecke und hochnäsige Person ruhig vorlassen, er werde ihr schon selber den Kopf waschen.

Als Lola Montez eintrat, war der König von ihrer Attraktivität sichtlich überrascht und augenblicklich für sie eingenommen. Nun kam es zu der in München oft und gern erzählten Szene, dass er die Echtheit ihres hervorragend gewölbten Busens anzweifelte. Daraufhin nahm sie eine Schere von seinem Schreibtisch und schnitt damit das Kleid vor ihrer Brust auf. Von diesem Moment an war der König sterblich in sie verliebt.

😉

 

 

= = =

Vorlesung ― http://volkslesen.tv/05-08-der-lesende-tresen-nikolaj-gogol/

= = =

Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 16

„Weiß einer, wo der Herrnhuter Diaspora-Prediger Weiz bleibt?“, fragte Urs Bergner (30) an Tisch drei.

„Nicht wirklich, Garcon“, antwortete Frau Mewes-Fischer (82) für den Rest der Welt, denn außer ihr befand sich niemand im Lokal.

„Weiß einer, wie die Wahlen zum EU-Kommando ausgegangen sind?“, fragte Urs Bergner weiter.

„Ja, Garçon“, nickte Frau Mewes-Fischer.

Die Tür ging auf und wieder zu. Prediger Weiz war eingetreten, grüßte stumm und setzte sich mit an Tisch drei.

„Die Politiker haben mal wieder gewonnen“, fuhr Frau Mewes-Fischer fort. „Es gibt zwar mehr Menschen in Europa als Politiker, aber deswegen haben sie ja auch die EU gegründet. Dort sind Politiker die mächtige Mehrheit.“

„Wer ist EU?“, fragte Weiz, der als Mensch des 19. Jahrhunderts nur Europa, Asien, Afrika, Amerika und Australien kennengelernt hatte.

„Die EU ist eine juristische Person, Herr Weiz“, erläuterte Urs Bergner, „eine Brüsseler Kapitalgesellschaft mit der Zielvorgabe, den Eurodollar weltweit in allen Ländern als Währung einzuführen, um Märkte und Menschen besser beherrschen zu können.“

„Na, na, Garçon“, sagte Frau Mewes-Fischer, „nun machen Sie mal unser schönes Europa nicht so madig.“

„Europa hat mit der EU so viel zu tun wie Deutschland“, knurrte Urs, „beide müssen für alles bezahlen, was die EU bestellt, Deutschland mit Bargeld und Schulden und noch mehr Schulden, und ganz Europa bezahlt mit Arbeitsplätzen und No Future. Keine Generation hat jemals dieses ‚Keiner-braucht-dich‘-Gefühl so ins Herz gehämmert gekriegt wie die EU-Generation. Es ist wie eine Bessenheit jener Regierungen, die nun meinen, sie müssten unbedingt der 51. Bundesstaat der USA werden.“

„Dafür müssen Sie Verständnis haben, Garçon“, sprach Frau Mewes-Fischer. „Wer in die Politik geht, der träumt vom großen Auftritt und steht gern im Mittelpunkt. Reichstag ist ja schon ganz schön, aber die EU-Passionsspiele sind eben noch schöner. EU-Politiker sind in erster Linie vom Finanzamt gesponsorte Regierungsvertreter. Dann kommt eine Ewigkeit lang gar nichts und dann kommen sogenannte ‚Volksvertreter‘, die davon träumen, Regierungsvertreter zu werden.“

„Passionsspiele?“ Weiz wunderte sich.

Urs ergriff das Wort: „Erzählen Sie uns lieber weiter von dieser Gottliebin Dittus im Schwarzwald, Herr Diaspora-Prediger.“

Wird fortgesetzt. Es kommt noch besser – bald geht die Sache weiter!

= = =

7. Auflösung des Schachproblems von gestern:

Schach-Problem zu Nr. 95
Weiß ist dran – Matt in zwei Zügen.

1.Tf7+ Sxf7 2.Sg6#

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s