Mittwoch, 18. Juni 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 113

Mittwoch, 18. Juni 2014

  1. Tagesmusik mit Bildern von Alfons Mucha;
  2. Bild des Tages: Intarsie von Alfons Mucha;
  3. Spruch zum Tage von Alfons Mucha;
  4. Kalendergeschichte, diesmal mit Opa Lindemann;
  5. Vorlesung, von einer Pfarrerin;
  6. Fortsetzungsgeschichte CAFÉ FANTASY – Folge 25.
  7. Auflösung des Schachproblems 003 von gestern.

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Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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1. Bild und Ton ab für eine wunderschöne Dokumentation zu Alfons Mucha: MIT MUSIK !

 

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S;=)

2. Bild des Tages:

Intarsie
Intarsie (Holzeinlage) von Alfons Mucha. [Bildquelle: wikimedia.]
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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Das Ziel meiner Arbeit bestand niemals in irgendeiner Zerstörung, sondern immer im Schöpferischen, im Brückenbau, denn wir müssen in der Hoffnung leben, dass die Menschheit zusammenfinden wird und zwar, je besser wir uns verstehen, desto leichter.

ALFONS MUCHA (1860 bis 1939).

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S;=)

4. Kalendergeschichte:

Opa Lindemann erwacht aus der Narkose und stellt fest, dass ihm der Chirurg nicht nur den Blinddarm rausgenommen, sondern auch die Mandeln entfernt hat. „Warum das denn, Herr Dr.?“, röchelt er bei der Visite.

„Ach, wissen Sie“, antwortet Dr. Schnippelmann, „die Operation wurde im Universitäts-TV für meine Studenten übertragen und ich bekam so viel Applaus, da hab ich noch eine Zugabe gegeben.“

 

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5. Vorlesung http://volkslesen.tv/46-12-pfarrer-lesen-toni-morrison/

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6. Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 25

„Irgendwer in unserer Personalabteilung hat etwas gegen mich, Guntram“, seufzte Kriminalhauptkommissar Bernd Müller am Montag nach Feierabend im Café Fantasy, wo Dr. Gerloff wieder seine therapeutische Kleingruppensitzung auf Krankenschein abhielt. „Mobbing“, nickte Guntram Gerloff fachmännisch.
„Letzten Dienstag hat meine Frau einen Schrieb von unserer Personalabteilung gekriegt“, fuhr Müller fort, „da stand drin, ich wäre tot und meine Frau bekäme das Sterbegeld, sobald Berlin die Gelder übrig hat, die im Augenblick noch so dringend für Willy Brandt gebraucht werden, also ich meine jetzt den Großflughafen gleichen Namens, auch BER genannt. Also so was! Und als ich bekanntgebe, daß ich noch lebe, da flattert das nächste Schriftstück herein: Beerdigung storniert, das Sterbegeld soll umgehend an den Vergnügungsausschuß im Roten Rathaus zurücküberwiesen werden! Dabei war noch gar kein Geld da.“
„Schreib das auf, du“, lächelte Guntram Gerloff.
„Wollt ich ja“, brummte Müller. „Und da bekomm ich von denen einen Beschwerdevordruck mit kariertem Mittelfeld, wo druntersteht, ich soll alles in Druckbuchstaben nach Klarschriftschema F ausfüllen. Sonst können sie es mit ihren Berliner EU-PCs nicht verarbeiten. Also, wenn das keine Schikane ist?!“
„Die Gruppe liebt dich“, tröstete ihn Dr. Gerloff. Alle nickten – einschließlich des blonden Fräuleinwunders Monika mit der Rosenholzperlenkette vom Ökomarkt Chamissoplatz.
Müller schrieb alles auf und machte am folgenden Dienstag einen richtigen Indizienkatalog aus seiner Geschichte. Er wußte nur nicht, was er mit der brisanten Akte machen sollte. Bis zum Mittwoch. „Denk dran“, wurde er von seiner Frau morgens verabschiedet, „daß heute ein besonderer Tag ist.“
Aber Müller dachte heute an etwas anderes. Kaum sah er seinen Anwärter, Herrn Krahlmann aus Pankow, da rief er auch schon: „Hiermit übergebe ich Ihnen Ihren ersten Fall zur selbständigen Recherche, Herr Krahlmann: Wer ist der Täter?“ Er drückte Krahlmann den Indizienkatalog seines Mobbings in die Hand. War ganz gut für einen jungen Menschen, wenn er langsam an die Arbeit herangeführt wurde. „Trainingshalber können Sie noch rauskriegen“, fuhr Müller fort, „warum und weshalb heute ein besonderer Tag ist.“
„Der erste April ist heute“, sagte Krahlmann. Müller guckte verdattert. „April, April, Chef, wir haben schon den dritten!“
Nächsten Morgen war Krahlmann schon um sieben Uhr früh im Vorderhaus der Friesenstraße 16. Er guckte hier und fragte da, flitzte runter ins Archiv, diskutierte mit der Personalrätin, eilte die Treppe rauf zur Kantine und machte sich emsig Notizen. Nachmittags um drei war es dann soweit. Er stand vor Müllers Schreibtisch zum Rapport. „Und zwar“, erläuterte Krahlmann, „hat der Täter seine organisierten kriminellen Finger überall drin.“ „Wie heißt die Kanaille?“ rief Müller ungeduldig. „Das ist das Problem“, seufzte Krahlmann. „Seinen Nachnamen kürzt er mit ›V‹ ab.“
„Und der Vorname?“
„Eduard, genannt Ede. Aber wir wissen noch nicht genug, Chef!“ Krahlmann sah in
sein Notizbuch. „Dann wäre da noch die Sache mit dem Datum von gestern.“
„Genau“, nickte Müller, der das komplett verpennt hatte.
„Gestern“, grinste Krahlmann, „war Ihr Hochzeitstag, Chef! Und die Lieblingsblumen Ihrer Frau sind Freilandrosen – nur mal so als Tip für den Heimweg. Außerdem hätte Ihr BMW gestern zum TÜV gemußt.“
„Danke, das genügt“, nickte Müller. „Woher wissen Sie das alles? Hat meine Frau hier angerufen?“ Krahlmann schüttelte den Kopf. „Das weiß ich alles durch EDe V.“

 

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  • 7. Auflösung des Schachproblems von gestern.
  • Schachkomposition 003
    Ein unsterblicher Klassiker, veröffentlicht 1851:
  • Schach oo3
  • Weiß ist dran – Matt in neun (9!) Zügen.
    Da staunt die Fachfrau und der Laie wundert sich…

    • Auflösung:

    1. Tb7 Dxb7
    2. Lxg6† Kxg6
    3. Dg8† Kxf5
    4. Dg4† Ke5
    5. Dh5† Tf5
    6. f4† Lxf4
    7. Dxe2† Lxe2
    8. Te4† dxe4
    9. d4#

 

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So, meine Damen und Herren und Jungs und Mädels, das war WiTzels Tagblatt Nr.

Alfons-Mucha
Illustration: Alfons Mucha. [Bildquelle: wikimedia.]

 

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