Sonntag, 22. Juni 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 117

Sonntag, 22. Juni 2014

  1. Tagesmusik von Otto Reutter;
  2. Bild des Tages: Akt mit Katze;
  3. Spruch zum Tage von John Huston;
  4. Kalendergeschichte, diesmal mit Dr. Psychomann;
  5. Vorlesung, Marianne Kunz-Jäger: mau – meine filosofien – mein leben – meine katzastrophen;
  6. Fortsetzungsgeschichte CAFÉ FANTASY, Folge 26.
  7. Eine besondere Schmakazieteilen wir gern mit aus Blancas genialem kleine Kleinigkeiten-Blog: Anleitung zur Ladylike-Strickjacke

 

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Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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1. Ton ab für etwas Aktuelles:

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S;=)

2. Bild des Tages:

Franz Marc
Franz Marc: Akt mit Katze. (1899). [Bildquelle: The Yorck Project.]
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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Man sollte Ehrgeiz besitzen, ohne von ihm besessen zu sein.

JOHN HUSTON.

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S;=)

4. Kalendergeschichte:

„Ich glaub, ich bin ein Hund“, sagt der neue Patient zu Dr. Psychomann.
– „Seit wann glauben Sie das denn?“, fragt der Dr.
– „Seit ich ein Welpe war.“
– „OK, ich hab Ihr Problem verstanden“, nickt Dr. Psychomann. „Dann legen Sie sich jetzt bitte hier auf die Couch.“
Der Patient schüttelt den Kopf. „Tut mir leid, aber ich darf nicht auf Sofas.“

S;=)

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5. Vorlesung http://volkslesen.tv/41-12-die-ladies-vom-see-marianne-kunz-jaeger/

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6. Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 26

„Was lesen Sie denn gerade, Veronika?“, fragte Urs Bergner, der Aushilfskellner und Eismatscher vom CAFÉ FANTASY, seine Stammkundin Frau Mewes-Fischer an Tisch drei.
„Ach, Garcon“, antwortete sie, „ich hab gerade ein Buch über Johnny Cash angefangen, seine Lebensgeschichte. Wollen Sie mal einen Blick hineinwerfen?“
„Warum eigentlich nicht“, antwortete Bergner. Das erste Kapitel des Buches, das Veronika gerade an Tisch drei liest, sieht so aus:

1932: „Hello, I’m Johnny Cash“
„Wo du nicht bist, dort ist das Glück“, heißt es im Lied vom Wanderer — nicht in dem, das der Ire Bono für den Ami Johnny Cash geschrieben hat als Finale des U2-Albums „Zooropa“ (1993), sondern in jenem Song vom österreichischen Komponisten Franz Schubert (1821, nach einem Gedicht des Georg Philipp Schmidt von Lübeck). Zwischen Cash und Schubert liegen Welten. Aber Welten liegen immer dazwischen, zwischen dir und mir und Deutschland und Amerika und wandern tun wir doch alle so lange, bis wir ankommen und wohnen bleiben in unseren Räumen und Worten und Taten. Wenn wir das Glück nicht mehr suchen, dann haben wir es gefunden.
O-Ton Cash: „Mein erstes Lied, an das ich mich erinnern kann, ist ‚Ich fahre ins verheißende Land — I’m Bound for the Promised Land‘. Das sangen wir, während unsere Familie 1935 auf dem Weg nach Dyess war.“ Nach und zu Dyess kommen wir auch noch in diesem Text, genauso wie zum Märchen von Dornröschen und dem Froschkönig. —
26. Februar 1932. Im fernen Nordamerika in Kingsley, Arkansas, liegt noch Schnee auf den Baumwollfeldern, während mit Hilfe der Hebamme ein Kind geboren wird. Es ist der dritte Sohnemann für die Familie Cash. Mutter Carrie will ihn John nennen nach ihrem Vater John Rivers. Ihr Mann Ray will ihn Ray nennen. Er schlägt „Ray John Cash“ vor.
Die Hebamme Rosy Collins, eine resolute Rothaarige, packt ihre Sachen zusammen.
Carrie schüttelt den Kopf. Sie schlägt „John Ray Cash“ vor, während das neugeborene Baby Geräusche macht und anfängt, Singen zu üben.
Madam Collins wirft ihr Feuerwehrhaar nach hinten und will sich verabschieden.
Ray schüttelt den Kopf. Er bleibt bei „Ray John Cash“.
„Ich muss jetzt weiter“, sagt Rosy, die Hebamme. „Nennt ihn doch J. R. Cash, dann haben alle gewonnen. Und nun macht’s gut, bis zum nächsten Ableger!“
Wenn Arbeiten glücklich macht, dann war Johnnys Vater Ray bestimmt glücklich, denn er malochte von früh bis spät, um seine Frau Carrie und die Kinder zu ernähren und sich selbst natürlich auch.
Nahe an ihrem Haus lagen die Gleise der Eisenbahn. Besonders das Rollen der Güterzüge mit ihrem „Boom-Chicka-Boom“ drang bis durch die Wände und ins Ohr des Krabblers J. R. Als er drei Jahre alt war, stellte er sich hin und winkte. Der Lokomotivführer winkte zurück. J. R. Cash fühlte sich in diesem denkwürdigen Augenblick wie Jim Knopf persönlich.

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 Herbert-Friedrich Witzel: JOHNNY CASH.

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7. Besondere Schmakazie:
http://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2014/06/22/ladylike-strickjacken-anleitung/

 

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