Lovis Corinth (1858 bis 1925)

Selbstportrait.
Lovis Corinth: Selbstportrait mit Skelett (1896). [Bildquelle: wikimedia.]
Sinnlichkeit und mal gebändigte, mal ungezähmte Lebensfülle sind Kennzeichen der Bilder des Malers Lovis Corinth. Wenn seine Themen nicht gerade tragisch, trüb und düster sind – wie bei diesem „Selbstportrait mit Skelett“, dann erinnert seine freie Lockerheit beim Umgang mit Licht und Farbe an den Impressionismus.

Lovis-Corinth.
Lovis Corinth: Ariadne auf Naxos (1913). [Bildquelle: wikimedia.]
Anlässlich der ersten Lovis-Corinth-Ausstellung in Berlin bei Paul Cassirer im Dezember 1901 fragte ihn ein Bewunderer seiner Werke: „Herr Corinth, welches ist eigentlich das Wesen und das Programm Ihrer Kunst? Was wollen Sie?“ — „Was ich will?“, fragte Corinth zurück. „Verkaufen will ich!“

Nachdem er nun schon ganz schön lange seit 1901 in Berlin gelebt hatte, weil er sich dort wohlfühlte und die Berliner Lebensart ganz sympathisch fand, fragte ihn Paul Cassirer eines Tages, ob ihm denn auch irgend etwas an Berlin nicht gefalle. „An den Berlinern gefällt mir eins überhaupt nicht“, brummte Corinth, „nämlich die Tatsache, dass sie mich dauernd fragen, ob ich irgendwas verkauft hab. Und nicht nur das wollen sie wissen, sondern sogar den Preis.“

 

 

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Ein Gedanke zu “Lovis Corinth (1858 bis 1925)

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