Geheimrat Dr. Bumm

NEUES aus der Wendezeit zum 20. Jahrhundert:
Der Berliner Frauenarzt und Geheimrat Dr. Bumm hat zwar nicht das Bumsen erfunden, wie oft behauptet wird, aber immerhin gab es ihn wirklich (siehe Bild) und er hatte wohl echt was drauf.

Dr. Bumm
Bumm, Franz
Titel: Wirkl. Geheimrat, Dr. h. c. mult.
Lebenszeit: 07.03.1861 bis 13.08.1942.
Wirkungsort: Berlin.
Biografie: geboren am 7. März 1861 in Würzburg, Unterfranken          ,
gestorben am 13. August 1942 in Berlin. Er wurde 1892 ins Preußische Reichsamt des Innern versetzt und mit dem Gebiet „Volksgesundheit“ betraut.
1912 (23. März) Auszeichnung: „Komthurstern mit goldenen Strahlen zum Orden Philipp des Großmüthigen – Hessen-Darmstadt“.
1905-1918 war er Präsident des Kaiserlichen Gesundheitsamtes;
1918-1926 des Reichsgesundheitsamtes in Berlin und u. a. auch Vorsitzender des „Kuratoriums des St.-Hedwig-Krankenhauses Berlin“.

Aber wie auch immer, am 2. Januar 1901 wurde er jedenfalls von einer Dame gefragt: „Herr Geheimrat, wer sind eigentlich die Bahnbrecher auf dem Gebiet der Gynäkologie?“
„Das“, antwortete Dr. Bumm, „sind seit urdenklichen Zeiten die Kinder.“

Ernst Ludwig Heim (1747 bis 1834) 3. Teil

 

Ernst Ludwig Heim.
Dr. med. Ernst Ludwig Heim. (Repro: Archiv Syzygos.)

Nicht zuletzt war „Papa Heim“ bekannt für seine treffsicheren Diagnosen. Eines schönen Tages erschien bei ihm eine ausgesprochen hübsche 25jährige Patientin in der Sprechstunde und seufzte kläglich:
“Ach, Herr Professor, was soll ich bloß machen? Das Essen schmeckt mir überhaupt nicht mehr. Ich bin nervös, kann nicht schlafen. Bei der Arbeit passieren mir dauernd Fehler und meine Gedanken sind immer woanders.”
“Heiraten Sie ihn!”, sagte Papa Heim.

= = =

Bei der Behandlung von Fieberkranken wandte Heim häufig auch Arsenik an. Er schrieb auch ein entsprechendes Buch: „Der Arsenik als Fiebermittel“, erschienen 1811 in Berlin im Verlag Hitzig. Diese Therapie war allerdings umstritten.

Der Berliner Arzt und Makrobiotik-Begründer Christoph Wilhelm Hufeland hielt die Verwendung von Arsenik als Medikament für höchst gefährlich.

Hufeland.
Christoph Wilhelm Hufeland (1762 bis 1836). Bildquelle: wiki.

Er wanrte Heim: „Was wollen Sie denn erwidem, werter Herr Kollege, wenn der liebe Gott einst von Ihnen Rechenschaft fordert wegen Ihres verwegenen Spiels mit dem stärksten Gift?“
“Ich werde erwidern”, erwiderte Heim lachend und klopfte Hufeland auf die Schulter, als spräche er zum lieben Gott persönlich, “Alter, davon verstehst du nichts.“

= = =

Einmal kam eine halb gebildete, aber dafür ganz reiche Dame zum alten Heim und erklärte, sie habe die Explosion nach Berlin zu ihm gemacht, um ihn, den berühmten Arzt, zu insultieren, weil sie so an Konfektionen nach dem Kopf litte.
„Aha“, sagte Heim und setzte sein sachlichstes medizinisches Gesicht auf. „Na, dann gehen Sie jetzt mal rüber in die Hypothek und lassen sich Rhinozerosöl geben.”

= = =

S;=)

Zur letzten Ruhe fand Dr. Heim in Kreuzberg auf den Friedhöfen am Halleschen Tor.

Ernst Ludwig Heim kann drum als Thema in meine Kreuzbergführung eingebunden werden. Näheres unter 030-693 16 49 (Herbert WiTzel) oder per Mail: herbert_f_witzel(at)web.de

 

Bismarck (1815―1898) als Schüler

Kreuzberg ist ein Durchgangsbezirk. Viele wohnen hier kurzzeitig als Studenten und ziehen nach dem Staatsexamen einen weißen Kittel über und um nach Wilmers- oder Zehlendorf. Andere haben hier das ABC und das große Einmaleins gelernt und später den ersten Sozialstaat der Welt gegründet wie Otto von Bismarck.

Bismarck als Schüler.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck-Schönhausen als Schüler. Zeitgenössisches Bildnis (Repro: Archiv Witzel.)

 

Er wurde 1822 als Siebenjähriger eingeschult in die jetzt verschwundene Plamannsche Erziehungsanstalt, die sich 1805 bis 1830 auf dem Gelände der heutigen Stresemannstraße Nr. 30 befand.

Sendker.
Stresemannstraße 30 (Bildquelle: Wikipedia; Urheber: Sendker).

Die Stresemannstraße ist mit ihren mehrfachen Straßenschilderwechseln eine typische Berliner Straße, denn im Umtaufen lassen wir uns hier in der Hauptstadt nichts vormachen. Hans Scholz schrieb in seinem Roman „Am grünen Strand der Spree“ (Hamburg 1955) zu den Namen dieser Straße: „Preußen nach 1866 – Königgrätzer Straße. Kaiserreich, Weltkrieg, Nibelungentreue – Budapester Straße. Weimarer Republik halbiert die Zeile in Friedrich Ebert und Saarland. Dieser Teil später Stresemannstraße. Drittes Reich – der Ebertteil in Hermann Göring, der Stresemann wieder in Saarland. Und Göring und Saarland?“ Nun denn, seit 1947 heißen beide Teile wieder Stresemann.
Der Pädagoge Johann Ernst Plamann (1771–1834) gründete dieses „Knabeninternat“ nach dem Vorbild Pestalozzis und beschäftigte hier unter anderem als Hilfslehrer auch Turnvater Friedrich Ludwig Jahn.
Bismarck erzählte später: „Die Plamannsche Anstalt lag so, dass man auf einer Seite ins freie Feld hinaussehen konnte. Am Südwestende der Wilhelmsstraße hörte damals die Stadt auf. Wenn ich aus dem Fenster ein Gespann Ochsen die Ackerfurche ziehen sah, musste ich immer weinen vor Sehnsucht nach Kniephof (heute: Konarzewo; ab 1816 verbrachte Bismarck im Dorf Kniephof die ersten Lebensjahre.). ― Meine Kindheit hat man mir in der Plamannschen Anstalt verdorben, die mir wie ein Zuchthaus vorkam. “
Als Anschieber der parlamentarisch abgesegneten „Sozialistengesetze“ hat Bismarck später reichlich Minuspunkte im linksdemokratischen Aktenschrank gesammelt. Allerdings ist er mit seinen politischen Gegnern Lassalle und Bebel wesentlich menschenfreundlicher umgegangen als später Stalin etwa mit Trotzki.
Die Linken wollen Revolution machen und konnten es noch nie richtig. Bismarck wollte erst nicht und konnte es dann aber doch. Dadurch hat er sich im Liliputanerverein der im Leben zu kurz Gekommenen auch keine Freundschaften geschaffen. Dennoch: Bismarcks Sozialstaat wird weltweit kopiert und nachgeahmt.

Repro: Archiv Witzel.
Repro: Archiv Witzel.

„Geben Sie dem Arbeiter Arbeit und das Recht auf Arbeit, solange er gesund ist, sichern Sie ihm Pflege, wenn er krank ist, sichern Sie ihm Versorgung, wenn er alt ist“, verlangte Bismarck vom Reichstag. Innerbetrieblich wurde das dort inzwischen ja auch schon sehr schön einhundertprozentig umgesetzt.

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Schild in der Stresemannstraße 30 – siehe Foto oben, Nebenhaus links unterm dritten Fenster. (Bildquelle: Wiki.)

Außenbords freuen wir uns heute erst mal darüber, dass in Kreuzberg wenigstens diese Tafel noch an Bismarck erinnert.

Herbert Witzel

Buchung als Stadtteilführer Kreuzberg: 030-693 16 46.

Klaus Elgert: „Das ist mein Leben“

Hier präsentiere ich Euch als Autor eine meiner Schreibarbeiten, die mir Spaß gemacht hat, übrigens, und Klaus Elgert ebenfalls:

Das ist mein Leben

Mit Klaus Elgert im Gespräch

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Foto: Carl Hatebur.

Herbert Witzel: Erzähl doch einfach deine Geschichte von Anfang an.

Klaus Elgert: Chronologisch, also dem zeitlichen Ablauf nach?

Ja, bitte.

Gut. Ich wurde geboren am 21. Mai 1942 in Bernau bei Berlin, gehöre also zu den Kindern des Krieges, der 1939 begonnen hatte, blieb zeitlebens ungestillt und bin entsprechend mickrig geraten. Inzwischen haben auch Neurologen, Psychologen et cetera pp meine Generation entdeckt mit den Schäden der Kriegsjahre und der Nachkriegszeit incl. Mangelwirtschaft und Bombardement. Sicher, auch ich bin ein traumatisiertes Opfer sowohl im weiteren als auch im engeren Sinne.

Da meine leibliche Mutter, eine geschiedene Linsenbarth, verhindert war, hat sie mich im zarten Alter von nur 8 Wochen „ausgesetzt“, das heißt in den Kindergarten verbracht und nicht mehr abgeholt. Unter normalen Umständen hätte ich zu diesem Zeitpunkt beschnitten werden können, doch die Nürnberger Gesetze (Rassengesetze) verhinderten dies. Um sich selbst und ihren Sohn zu schützen, beschloss die Mutter unter Tränen, den Sohn christlichen Pflegeeltern anzuvertrauen. Also wurde ich getauft, konfirmiert und christlich sozialisiert. „Wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein auf sie!”

Für meine Pflegemutter Lucie Pfannenbecker alias Kähms, geb. Wächter, war ich sozusagen die unbefleckte Empfängnis. Sie hatte ihr Auge auf mir und weil sie selbst keinen leiblichen Sohn hatte, wurde ich dann ihr „leiblicher“. Sie liebte mich sogar mehr als ihre leibliche Tochter, also als meine Stiefschwester, was diese mir nie verzieh. Es kam immer wieder zu Eifersüchteleien zwischen uns. Da ich der Jüngere war, hatte ich zeitweise gut zu leiden.

Aber aufgrund der umfangreichen Liebe, die die Pflegemutter mir zuteil werden ließ, war alles machbar und erträglich. Und Summa summarum kann ick sagen, dass ich eine sehr schöne Kindheit hatte am Rande von Berlin, quasi auf dem Land, mit viel Obst und Gemüse und Kleintierhaltung. Wir hatten Hühner, wir hatten Gänse, wir hatten Zicken.

Jeder Tag war anders. Diese Zeit der restlichen Kriegsjahre und der Nachkriegsjahre war schwer durchzustehen, weil von allem nicht mehr genug zur Verfügung stand und es enormer Anstrengungen bedurfte, für die Erwachsenen, für die Eltern, für sich selbst und für die Kinder das Notwendigste zu beschaffen. Dadurch hatten wir Kinder sehr viel Freiheit. Wir waren uns zeitweise den ganzen Tag überlassen und konnten uns miteinander und mit dem, was uns umgab, beschäftigen.

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Foto: Carl Hatebur.

Ging diese Freiheit denn auch mal zu Ende?

Eine Zäsur gab es eigentlich erst 1948 mit dem Eintritt in die Schule in Zepernick. Und noch bevor sie begann, sagte ich schon zu meiner Mutter: „Ja, die Schultüte werde ich nehmen, aber zur Schule werde ich nicht gehen.“

Und eben aufgrund der bis zum Eintritt in die Schulzeit genossenen Freiheit hatte ich das große Bedürfnis, frei zu sein.

Ich kann mich entsinnen, dass die ersten Übungen an dem großen Schreibtisch vom Pflegevater dann auch denkbar strapaziös für mich waren. Det hat ziemlich lange gedauert, bis ich mich an den Schulbetrieb gewöhnen konnte, ja. Und auf der Hälfte kam dann noch ein Autounfall hinzu. Der verursachte bei mir erhebliche Schäden mit mächtig viel Knochenbrüchen. Ich musste also tatsächlich ein dreiviertel Jahr im Krankenhaus zubringen und darüber hinaus auch noch eine Klasse wiederholen, weil es anders nicht machbar war.

Ja, und dann packte mich plötzlich der Ehrgeiz. Schließlich gehörte ich mit zu den Besten und konnte so 1957 mit gutem Ergebnis die Schule verlassen.

Unsere Mutter also, nachdem sie hier nicht nur mit uns nach und während des Zweiten Weltkriegs hat hungern dürfen, hatte ja schon in ihrer Kindheit den Kohlrübenwinter vom Ersten Weltkrieg kennengelernt. Und aus dieser bitteren Erkenntnis und Erfahrung heraus beriet sie mich dann dahingehend, dass sie sagte: „Junge, lern Koch, damit du immer wat zu essen hast.“

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Foto: Carl Hatebur.

Und nach der Schule?

Bin ich dann rein in die Stadt, in den Bezirk Friedrichshain. Seinerzeit sind da gerade jene Gaststätten eröffnet worden: Frankfurter Tor, HO-Gaststätte, Café Warschau und det Budapest et cetera pp. Und da konnte ich dann als Kochlehrling eintreten. Die Lehre hat trotz der hohen körperlichen Belastung Spaß gemacht. 1960 schloss ich meine Ausbildung mit dem Facharbeiterbrief ab.

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Du bist dann in den Westen geflüchtet?

Ich glaub nicht, dass ich mich in den Westen abgesetzt hätte, wenn unsere Mutter nicht verstorben wäre. Dann wäre ich sicherlich zu Hause geblieben und wir hätten uns nach den Plänen gerichtet, die sie für uns hatte, nämlich dass die Tochter und der Sohn arbeiten gehen, Familien gründen und sie mit den Kindern, mit den Enkelkindern beschäftigt ist. Das waren ihre Pläne für die Zukunft.

Am 13. August 1961 las ich auf irgendwelchen Zetteln, die bei uns kursierten, dass eine Absperrung erfolgt und Ost von West getrennt sei. Nächsten Tag bin ich zum Humboldthafen. Dort kommt mir ein Volkspolizist entgegen und sagt: „Sie dürfen sich hier nicht aufhalten, hier ist ein Sperrgebiet. Zeigen Sie mir doch mal Ihren Ausweis.“ Na ja, nun, ich zeig den Ausweis und steck den wieder hinten in die Tasche. Der Polizist biegt ab.

Ich sage mir: „Jetzt kannst du nur ins Wasser gehen!“ Also ab ins Wasser und drüben auf der andern Seite wieder raus. Da kam denn schon eener auf mich zu, drückte mir n Fünf-Mark-Stück in die Hand und sagte: „Das ist dafür, dass du die Freiheit gewählt hast.“

Am 14. August 1961 war das. Einen Tag nach dem Mauerbau bin ich durch die Spree geschwommen Richtung Kongresshalle, rechter Hand lag der Humboldthafen.

Es hätte natürlich auch in die Hose gehen können. Eine Woche später wurde der erste Schwimmer im Humboldthafen abgeknallt.

Und dann hatte ick ja hier det Notaufnahmeverfahren zu absolvieren. Das dauerte einige Zeit. Danach konnte ich im Restaurant Kopenhagen als Koch beginnen.

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Foto: Carl Hatebur.

Das Restaurant Kopenhagen gibt es heute nicht mehr. Dazu hab ich einen Artikel in der WELT vom 17.12.1999 gefunden:

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Das traurige, hammerharte Ende des Kopenhagen

Bei der Versteigerung im Traditionsrestaurant wechselte sogar die Wandverkleidung den Besitzer

Von Annekatrin Looss

Die Stühle im „Kopenhagen“ am Kurfürstendamm 203 sind bis auf den letzten Platz besetzt, ebenso die Wandbänke. Selbst im Mittelgang drängeln sich Menschen. An der Seite lassen Tannenbäumchen mit goldenen Kugeln vorweihnachtliche Stimmung erahnen, die hier noch bis vor kurzem herrschte. Nun, am Donnerstagvormittag, bittet Auktionator Wigolf Spier um Ruhe. Die Versteigerung beginnt. Seit 1951 gab es das Kopenhagen. Nun muss es schließen.

Zuerst kommen Tische und Stühle unter den Hammer. Und gehen für 5.500 Mark an einen Herren mit der Nummer 350. Peter Hilpold, der das Restaurant 30 Jahre lang betrieb, hat sich zurückgezogen. Eigentlich wollte er gar nicht kommen. Doch es fehlte ein Schlüssel, und nun muss er den Ausverkauf mit ansehen.

Traurig lächelnd sitzt er da zwischen Möbeln, die bald nicht mehr ihm gehören. Nein, die Schließung kam für ihn nicht überraschend. Schon seit Jahren habe Vermieter Arthur Brauner die Miete erhöht. Zum Schluss habe er 30.000 Mark im Monat gezahlt, so Hilpold. Aber die Gäste wurden ja nicht mehr.

Erst nachdem die Schließung bekannt geworden war, seien die Tische ausgebucht gewesen. „Wären immer so viele Gäste gekommen, hätte ich Herrn Brauner auch mehr Geld geben können.“ Das Aufhören fällt Hilpold schwer. 30 Jahre lang habe er Gäste aus Politik und Fernsehen empfangen. Sogar Helmut Schmidt sei hiergewesen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde er ein „Kopenhagen II“ eröffnen. „Etwas anderes zu machen, kann ich mir nicht vorstellen.“

Eine Stunde später ist es sichtlich leerer im Kopenhagen. Bis zum Nachmittag wird die Versteigerung noch dauern. Dann können die neuen Besitzer ihre Erinnerungen und Schnäppchen abholen. Bis spätestens zum 30. Dezember muss auch der Letzte hiergewesen sein. Denn dann wird das Kopenhagen in einen Daimler-Chrysler Showroom umgebaut.

(Gekürzt.)

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Was hast du dann gemacht?

Vom Restaurant Kopenhagen aus wollte ich ursprünglich nach Schweden, weil, das Restaurant Kopenhagen hatte eine dänische Annonceuse und die konnte Schwedisch und die hat mir ein Bewerbungsschreiben für Schweden aufgesetzt.

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Foto: Carl Hatebur.

Was ist denn eine „Annonceuse“?

Sie stellt die Verbindung dar zwischen dem Restaurant, also quasi zwischen dem Kellner, und dem Koch. Mithin das, was der Kellner an Bestellungen aufgenommen hat, hat er gebongt, und die Bons gibt er der Annonceuse und sie plärrt dann in die Küche, um die Gerichte, die bestellt worden sind, zu annoncieren. Da ist so ein Tresen zur Küche hin.

Aber ich bin dann doch nicht nach Schweden gegangen, denn zwischenzeitlich bekam ich ein Angebot übers Arbeitsamt, für eine Sommersaison als Koch in die Schweiz nach Lugano zu gehen .

Na ja, Lugano, det ließ bei mir natürlich Träume hochkommen und Nüscht wie hin, nicht? Also befand ich mich dann mir nichts, dir nichts, rechtzeitig zum Saisonbeginn in Lugano, wurde dort auch gleich in Empfang genommen und kam dann in einem netten kleenen Familienbetrieb unter, Hotel Brünig, und war da auch sozusagen Hahn im Korbe. Wurde dermaßen bemuttert von der Patronin, dass hier ihr Gatte sogar eifersüchtig wurde und na ja. Die Patronin hat mich gleich als sehr ehrgeizig geoutet und mir nach der Saison beste Zeugnisse ausgestellt. Und dann dachte ich also, Nüscht wie weg und rüber nach England, um Englischkenntnisse zu erwerben.

Nach England kam ich noch völlig ohne Ahnung von der Sprache, aber habe dann mit Händen und Füßen mich verständigt und es klappte. Habe erst mal als Koch dort ein Jahr gearbeitet und fleißig gespart, um zurück nach Deutschland zu gehen und hier in Heidelberg an der Hotelfachschule mich weiterzubilden.

Auf der Hotelfachschule in Heidelberg wurde mir bewusst, dass Englisch allein auch nicht hinlänglich sei. Ich bräuchte noch Französisch.

Also hab ich nach Abschluss des Hauptlehrgangs in Heidelberg mit dem Diplom in der Tasche mich auf den Weg nach Paris gemacht, ins erste Hotel am Platze, Hôtel de Crillon am Place de la Concorde. Hmmm, vom Feinsten! Da standen die Livrierten vor der Tür und haben die Wagenschläge von diesen großen Rolls Royce öffnen dürfen, wo dann die gnädige Frau ausstieg mit Hündchen und Pipapo, ja, unglaublich. Also ein Luxus und Preise spielten überhaupt keine Rolle und det war für mich einfach unfassbar, hm.

Kannst du dir vorstellen, wie da amerikanische Millionäre und Ölscheichs residierten, denen es nichts ausmachte, pro Nacht 500 Euro auf den Tisch zu blättern?

Ich hab ein Bombenerlebnis gehabt, und zwar hab ich mich hier von der Hotelsekretärin einladen lassen, einer Wienerin jüdischer Provenienz. Wir waren des öfteren unterwegs, eigentlich nur zum essen und das eine Mal sind wir denn also zu ihr. Na ja, und da hat sie mich denn abgefüllt und wir haben die Nacht miteinander verbracht. Am frühen Morgen, als ich um acht an meinem Arbeitsplatz saß, war ich immer noch voll bis Unterkante Oberlippe. Ich konnte doch tatsächlich weiter nüscht machen als lachen, immer nur lachen. Da hat mich mein Vorgesetzter natürlich nach Hause geschickt „to laugh it off“, zum Ablachen.

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Foto: Carl Hatebur.

Wenn du ins Internet gehst, dann findest du dort auch Innenaufnahmen vom Hôtel de Crillon, von dem feudalen Interieur. George Orwell hat da auch mal als Tellerwäscher gearbeitet, übrigens, und schreibt über diese Zeit in seinem Buch: „Erledigt in Paris und London“. Er bekam darum ein Gerichtsverfahren an den Hals und musste das Hôtel de Crillon danach „Hotel X“ nennen.

Ich bin auch schon drauf gekommen, im Internet nach diesem Hotel zu recherchieren. Es wird gerade umgebaut, wie ich inzwischen weiß. Von 2013 bis voraussichtlich 2015 wird das Haus renoviert und bleibt so lange geschlossen.

In Zusammenhang mit dem Hôtel de Crillon wird bei Wikipedia zwar iGeorge Orwell nicht erwähnt , aber ansonsten werden als gehabte Gäste genannt: Orson Welles, Kaiser Hirohito, Leonard Bernstein, nach dem heute eine Suite benannt ist, usw. usf.

Ja. 1919 war der amerikanische Präsident Woodrow Wilson da. Und als Queen Elizabeth gekrönt worden war und die erste Staatsvisite in Frankreich gemacht hat, ist sie ebenfalls im Crillon abgestiegen.

Wenn man hier so ganz von unten ankam und selbst schon am Hungertuch genagt hat, dann war det Hotel einfach det war irrsinnig!

Und … na jut. Dieset Jahr absolviert, das Zeugnis bekommen und dann ab über den Teich wieder nach England, oder über den Kanal, muss ick ja sagen, über den Kanal nach England „in order to be Clerical Officer at Headquarters of Britisch Transport Hotels Ltd. In London“. Im „Caledonian Hotel“ in Edinburgh war ich dann auch Assistent Manager.

Das war natürlich ein Sprung hier von Headquarters her als kaufmännischer Angestellter und dann zur Hotelfachschule und zuvor eigentlich nur Koch ein Sprung ins kalte Wasser. Man hatte aber hier bis zu 70 Stunden in der Woche abzuleisten und während der ersten vierzehn Tage bin ich gar nicht vors Hotel gekommen. Da bin ich also vom Dienst weg und hoch aufs Zimmer und hab mich schlafen gelegt, um fit zu bleiben. Hatte ein wunderschönes Zimmer mit „View onto the Castle“ und war bestens versorgt, konnte im Restaurant à la carte essen und hab nen Stresemann getragen und allet, wat dazugehört.

Aber dann kam der Manager, der auf Urlaub war, zurück und der mochte mich als Quereinsteiger nicht dulden. Ich verließ England, kehrte zurück nach Berlin und wurde Assistent der Geschäftsführung der Fremdenverkehrswerbung der Hotel- und Gaststätten-Innung.

Und da dachte ick, na, et is wohl besser, du machst noch ein weiteres Jahr Hotelfachschule, Hotelfachschule Berlin, aufbauend auf jenem Jahr in Heidelberg. Und gesagt getan; ich habe dort dann den Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt fürs Hotel- und Gaststättengewerbe bekommen.

Nachdem ich diesen Schrieb und das Zertifikat in der Tasche hatte, meinte ich, ich würde auch noch ne bessere Aufstiegsmöglichkeit haben außerhalb des Gaststättengewerbes und der Hotellerie. Deshalb hab ich zugegriffen, als sich eine Chance bot, für die Schokoladenfabrik namens Van Houten tätig zu werden, und zwar als Controller. Erst mal nur ein Mann und der Haken war eben nur der, doppelt unterstellt zu sein, einmal Van Houten in Aachen und einmal der Firma Leonard Monheim in Berlin.

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Foto: Carl Hatebur.

Leonard Monheim hab ich gefunden für Aachen und in Verbindung mit TRUMPF Schokolade.

Richtig. Das ist eigentlich das Kerngeschäft und geht in die Vorkriegszeit zurück Leonard Monheim ist ursprünglich ein Apotheker in Aachen gewesen, der frühzeitig Kakaobohnen aufschließen und verarbeiten und Kakao und Schokolade herstellen konnte. Daraus entstand dann die Firma TRUMPF. Während der 1930er Jahre war TRUMPF sozusagen führender Schokoladenhersteller und hatte hier auch sehr fortschrittliche Werbemaßnahmen in petto. Man hat zum Beispiel einen Zeppelin mit dem TRUMPF-Logo über Deutschland oder jedenfalls über Berlin am Himmel kreisen lassen. Soweit, so gut.

Und dann hat nach dem Zweiten Krieg TRUMPF Aachen oder Monheim Aachen, das ist ja identisch Van Houten aufgekauft, eine renommierte Schokoladenfabrik, allerdings holländischer Provenienz. Und die hatten dann in Vaals, genau an der deutschen Grenze, ihre Niederlassung. Ob sie da nun nur nach dem Aufkauf von Van Houten hingegangen sind, um uff der Nähe zu sein, oder ob sie da schon immer ihren Firmensitz hatten, det entzieht sich meiner Kenntnis. Aber auf jeden Fall, als ick Aachen und den Kernbetrieb besuchen durfte, wurde ich auch nach Vaals geschickt, um mich mit der Van-Houten-Tochter-Leitung vertraut zu machen.

Und die Firma gab es auch in der DDR, hab ich gesehen. Da mussten sie sich aber anders nennen.

Weissensee hat eine große TRUMPF-Fabrik gehabt. Und die war ja im Osten und wurde dann umbenannt. Aber darüber hinaus zu den Zeiten der deutschen Teilung, als wir hier West-Berliner waren und hier ein Van-Houten-Werk Neukölln existierte, bestanden auch enge Kontakte zum Osten, insbesondere mit Polen in Krakau. Da wurde wohl in Lizenz gefertigt.

Dort, wo jetzt dieses Einkaufszentrum ist, da stand das Werk von Leonard Monheim bzw. Van Houten in Neukölln.

Wo dieses Einkaufszentrum ist? Welches denn? Einkaufszentren gibt es ja viele.

Ich meine das hinter diesem roten Backsteinbau in der Sonnenallee, dem alten ehemaligen Arbeitsamt und späteren Jobcenter. Auf der Rückseite befand sich Leonard Monheim-Van Houten.

Und wat wollt ick noch sagen? Ja, Dieter Monheim, der das Werk in Berlin auch als Praktiker sozusagen betreut hat, flog beständig zwischen Aachen und West-Berlin hin und her. Dann musste Geschäftsführer Schreiner immer zum Flughafen fahren, um den abzuholen. Und ein weiterer Monheim-Bruder hat auf der Insel Schwanenwerder ein Anwesen, man kann sagen, eine Villa. Damit wird auch deutlich, wie gut die Kontakte im Dritten Reich zum Regime waren, denn Schwanenwerder war ja voll und ganz in NS-Händen. Ick weeß nich, ob de davon weißt?

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Foto: Carl Hatebur.

Ich weiß nur etwas von einer Schulfarm oder verwechsele ich das jetzt mit der Insel Scharfenberg?

Es gab auf Schwanenwerder ein Ferienlager. Eines Tages fiel dort ein Baum um und dabei waren Kinder nicht nur gefährdet, ich glaube, es kamen auch welche zu Schaden. Danach haben sie das jedenfalls aufgegeben und eingestellt. Und einer der Polizeipräsidenten von West-Berlin, Georg Schertz, hat sich da einen Schuhkarton als Eigenheim hingestellt, genau an der Schwanenwerderbrücke. Es ist ja im Grunde genommen eine Insel. Dort gibt es eine Zufahrtsstraße und direkt auf dem äußersten Zipfel der Insel hat dieser ehemalige Berliner Polizeipräsident sein Haus. Dessen Vater hatte das Grundstück mal in grauer Vergangenheit günstig erwerben können. Sein Sohn, der Polizeipräsident, hat darauf dann diesen Schuhkarton ins Gelände gesetzt, damals schon mit Bewachungsanlagen, Videokameras und allem Drum und Dran und Drum herum. Da waren die Videokameras fast größer als der ganze Schuhkarton.

Aber jetzt kehren wir vom Polizeipräsidenten wieder zurück zum künstlerischen Neuköllner Präkariat, zu Klaus Elger.

Ich arbeitete nun also seit 1973 für Monheim-Van Houten. Das Stammhaus, das befand sich in Aachen, und ich war hier im Werk Berlin und der Geschäftsleitung untergeordnet und konnte dann natürlich mit meinen Recherchen auf Dinge stoßen, die der Geschäftsleitung in Berlin also nicht sehr angenehm sein konnten. Der Finanzdirektor in Aachen nahm mich wohl in Schutz und bemühte sich um mich und kam nach Berlin geflogen, um mit mir hier nach Feierabend zum Beispiel im Hotel Schweizer Hof zu Abend zu essen, um hier nun noch Zusätzliches in Erfahrung zu bringen. Det is natürlich ruchbar geworden, es kam zu einer atmosphärischen Störung und da dachte ick: „Um Gottes willen! Also hier kannste unmöglich drauf sitzen bleiben. Du musst weitermachen, du musst auf den Zweiten Bildungsweg!“ Denn es zeichnete sich ja die Arbeitslosigkeit ab.

Ich habe dann in Berlin an der Porsche-Oberschule meine Fachhochschulreife nachträglich erworben. Anschließend ging ich schnurstracks auf die Fachhochschule für Wirtschaft und habe dort die Graduierung als graduierter Betriebswirt gemacht. Noch bevor ich hier damit fertig war, habe ich dann die Fühler ausgestreckt und musste zur Kenntnis nehmen, dass ich für die freie Wirtschaft längst schon zu alt war, weil, der Markt war schon gesättigt und die Firmen fingen schon an, die Betriebswirte zu entlassen.

Da wusste ick, wat die Glocke geschlagen hat, und dachte, also wenn et dir jetzt nicht gelingt, in Forschung und Lehre unterzukommen, also rüberzuwechseln an die Freie Universität und dort weiterzumachen, dann ist für dich der Ofen aus. Denn biste uff dem Abstellgleis.

Nun, gedacht getan: An der FU hab ich mich dann für Wirtschaftspädagogik eingeschrieben. Es war ja nun schon das zweite Studium und ich musste es mir selbst finanzieren. Das Geld verdiente ich am Oberstufenzentrum des Gastgewerbes, der Brillat-Savarin-Schule, als Berufsschullehrer auf Honorarbasis .

Als ich dann hier an der Freien Universität nicht nur erfolgreich durch die Prüfung im Fach Jura gekommen bin, sondern vollständig das Staatsexamen bestand und meinen Diplom-Handelslehrer in der Tasche hatte, glaubte ich anfangs nicht, dass ich die Chance haben würde, ins Referendariat zu kommen. Kam aber doch, na ja, und dann sind wir angetreten.

Und dann nimmt mich der Schulleiter am dritten Tag beiseite und sagt: „Also, Herr Elgert, Sie müssen gar nicht glauben, dass Sie hier von mir übernommen werden.“

Aber dann dachte ich: „Also, wenn dir hier dieses Referendariat noch zugemutet werden soll und dein Seminarleiter hier schon an deinem kurzen Haarschnitt Anstoß nimmt, dann haste ganz schlechte Karten, nich.“ Also, ich fand es besser, nachdem ich mit geradem Rückgrat durchs Leben gekommen bin, mir nicht hier und jetzt nun noch in dem Alter eben dieses gerade Rückgrat brechen zu lassen. Nun ja, es war kein Problem, rauszukommen.

Dem folgten dann hier erst mal mit diesem hohen Bildungsstand nun Bewerbungen. Da kam es dann nur noch zu dem einen oder anderen Vorstellungsgespräch. Na ja, und dabei wurde mir schließlich ehrlich gesagt: „Sie sind ganz einfach erstens überqualifiziert, zweitens zu alt und haben drittens das falsche Geschlecht.“

Und dann fing ich an, mich für Kunst zu interessieren und mich mit Fernost zu beschäftigen, insbesondere mit China. Ich hatte mich auch in Sinologie noch eingeschrieben, der Form halber, und bin zusehends hier an Ost-Asiatika und fernöstlicher Kunst hängengeblieben. Aber nicht nur daran, sondern auch an Philosophie.

Um hier, hm, hm, hm, meine, ach, zeitweise desolate Stimmung aufzuhellen, bin ich dann immer tiefer in den Zen-Buddhismus reingekrochen, habe darüber auch Kreativität entwickelt und hab dann hier große Freude daran gehabt, auch mit Chinatusche, also mit der schwarzen Tusche zu hantieren und farbig zu werden unter dem Motto: ZEN = Schöpferische Kraft.

Dem nicht genug, im März ’14 hatte ich mein Debüt als Schauspieler im Stück: „Aufenthalt in Glückshausen“, mit dem ABC-Chaos-Theater.

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Soweit Klaus Elgert im Gespräch mit mir, Herbert Witzel, dem Autor, Stadtteilführer und Liedermacher. Ich schreib auch gern Ihre eigene Lebensgeschichte – leicht und locker, wie ein Westmann aus der Hüfte, und romantisch wie Walther von der Vogelweide. Reden Sie mit mir und ich mache Ihre Geschichte schwarz auf weiß lebendig!

Herbert Witzel
Warthestraße 25
12051 Berlin
Tel.: 030-693 16 49
<herbert_f_witzel@web.de>

Fotos: Carl Hatebur.

 

Liebes Tagebuch,

gestern bei „Tante Amalie“ dabei gewesen, bei ihrer Führung durch Berlin Buckow. Es hat sich gelohnt! Ich hab eine unbekannte Stadtlandschaft kennengelernt, die aussieht wie ein Dorf. Außerdem war Tanka Ticker mit dabei, Autorin und Gründerin der Neuköllner Ahoj Souvenirmanufaktur.

Buckow, Kirche.
Dorfkirche Buckow, fotografiert von Harald Rossa 2006 in Zeiten des Wahlkampfes. Bildquelle: Wiki. 

Eigentlich sind wir hier in Berlin und Mitteleuropa schon vom Einheimischen her kulturell dermaßen herzerfrischend bunt und vielgestaltig, dass EU-Multikulti von außen – via Italien z.B. – uns so gut bekommt wie ein zweites Loch im Kopf oder – um im Kulturbereich zu bleiben – wie „das große Fressen“ (La Grande Bouffe) mit der hübschen Andréa Ferréol, klein, rund und sinnlich – sie hat sich extra für diese Rolle 20 kg angefuttert – sowie Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Michel Piccoli und Philippe Noiret in den Hauptrollen. EMPFEHLENSWERT, übrigens!

Die beste nächste Gelegenheit, nach Buckow zu kommen, bietet übrigens der „Neukölln-Nachmittag“ in „Jedermanns Stöberlädchen“ am 26. September 2014. Da lässt „Tante Amalie“ nämlich die Maske bzw. den Strohhut fallen und präsentiert sich als charmante und kurzweilige Autorin.

Neukölln-Nachmittag

Zugabenteil am 26.: der NEUKÖLLNER DSCHUNGEL sowie ich dito als Liedermacher bzw. Singer/Songwriter.

KOMMT ALLE!

Liebes Tagebuch,

bei der Lesung gestern konnte ich immerhin zwei Bücher verkaufen – absolut ist das wenig, aber relativ ist das viel für einen unbekannten Autor und ein doch ziemlich heftiges Thema, ein Geschehen, das die Katholiken „Exorzismus“ nennen. Es ist nun mal wirklich passiert im Schwarzwald im 19. Jahrhundert, sogar Sigmund Freud hat sich mit der Besessenheit der Gottliebin Dittus auseinandergesetzt.

http://www.amazon.de/Die-Besessene-Gottliebin-Dittus-Moettlingen/dp/1496119681/ref=tmm_pap_title_0/280-2090346-1994150?ie=UTF8&qid=undefined&sr=8-2

Liebes Tagebuch,

der Sonnabend Abend gestern war echt gut – für mich sowohl auf der Open-Stage im DanTra’s (ich mache immer gern den Programm-Pionier am Start) als auch davor im Parkett.

Diesmal mit Da Nia an den Gläsern und mit Petra im Publikum. Moderator Maximilian hat uns frisch durch den Abend geführt, meine „Kellerbahn-Fee“ kam an, und Liedermacher Heiner Sturm aus Neukölln hat ein fittes Finale geliefert – wer nicht dabei war, hat etwas verpasst! 🙂

Finale August.So sah übrigens im August das Finale aus – ich hab den Hut auf als Zweiter von links zwischen Autor Wolfgang Endler und des Moderators Winke-Winke-Gestik.

Ich steh auf diese Theaterkneipe bzw. dieses Theater mit angeschlossenem Glasbiergeschäft, und ich freue mich schon auf den 26. September 2014.  🙂