Erfolg und Erfahrung

Mein Bunter Sonnabend Abend letzte Woche im Café Loislane war Erfahrung und Erfolg zugleich: Unser Programm war erfolgreich, eine Erfahrung wurden dann die Spätfolgen – als ich schon Feierabend hatte und nicht mehr da war -, die zum Rausschmiss zwecks Bambule-Vermeidung führten. Ist auch eigentlich kein öffentliches Veranstaltungslokal und als Gast bleibe ich erhalten, Chefin Tanya ist schon ganz OK. „smile“-Emoticon = 🙂

Loislane
Foto: Lothar Schneeberger.

DIE PERSONEN UND IHRE DARSTELLER:

Lydia = Lydia Reining; Trödelheinz = Sohn des Wunsiedler Heimatdichters Georg Benker, dessen Gedichte und Lieder von Lydia gesungen und von Heinz vorgetragen wurden; Kläuschen = Klaus Elgert, dessen Lebensgeschichte hier von mir aufgeschrieben und nachzulesen ist; Christian = Christian Rädisch, mein musikalischer Mentor und Mitstreiter; Wolfgang = der Neuköllner Kollege Autor Wolfgang Endler aus der Weisestraße; ich = Herbert WiTzel.

Ein Highlight des Abends war mal wieder Georg Benkers Gedicht über die Wunsiedeler Sechs-Ämter-Tropfen mit anschließender Verkostung.

Nächstes Konzert mit WiTzels Gute-Laune-Liedern am 28. Februar um 19:30 Uhr im „Café Botanico“, Alt-Rixdorf, Richardstr. 100, Eintritt 15 EUR einschließlich Menu, Glas Wein und einem WiTzel-Buch nach Wahl vom Büchertisch mit persönlicher Widmung des Autors Herbert-Friedrich Witzel als Erinnerung an diesen besonderen Abend. „smile“-Emoticon 🙂 „smile“-Emoticon 🙂
http://www.cafe-botanico.de/

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10. SongSlam Berlin

 

 

Badehaus-szimpla
Ort (siehe Logo oben) vor Zeit: Es geschah am 11. Januar 2015.

Ich bin da richtig mutig hin, mit meinen beiden „Hits“ (U-Bahn-Lied und „Na, und Du?“) im Gepäck, die ich ganz gut drauf hab und sogar auswendig kann, und meine koreanische Gitarre hat  mich auch noch nie im Stich gelassen. –

RAW-Tempel
© RAW-tempel e.V. in Friedrichshain; Bildquelle: http://www.raw-tempel.de/rawgelaendeplan.jpg

Aber das RAW-Gelände ist ja sooo riesengroß – es hat mich erinnert ans UFA-Gelände in seinen Anfagszeiten, alles noch so improvisiert – von außen gesehen – und unüberschaubar, und so viele verschiedene Schuppen und Läden …
Die Leute waren ja echt nett, ach, nett sind sie alle, also hilfsbereit ohne Diplom-Helfermacke, so meine ich – ein freundlicher Kioskmensch am Eingang Warschauer Straße hat mir einwandrei erklärt, wie ich „Szimplas Badehaus“ finde, nämlich fast ganz am Ende des Geländes (von Neukölln aus gesehen jedenfalls) auf der linken Seite. Auf dem Plan steht und liegt es auch links unten auf Ihrem/Deinem Monitor (siehe oben).

Szimplas Badehaus.
Bildquelle: Yelp; Urheber: Qype-Nutzer Nellski.

Dort im Gebäude kam auch gleich einer auf mich zu, „ich bin Reimar und der Moderator heißt Robin“ usw. usf. – Ich hab dann nach Laura gefragt, weil sie die Mails geschrieben hatte – mit und von wegen Handynr., und sie händelte die Logistik und war total fit, nicht nur äußerlich. Überhaupt machte das ganze Team „einen guten Job“, wie Helmut Kohl gesagt hätte.

Wenn alles mehr authentisch als autistisch ist, dann klappt natürlich irgendwas nicht: Hinterm Tresen die Bedienung war noch nicht da, und nach ner Stunde ohne Getränke wurde das schon nervig für die Künstler, die überpünktlich da waren wie Sascha aus Pankow, der sein Gitarrenkabel für den Abend zur Verfügung stellte, und die wunderschöne Nolia aus Argentinien und ich aus der Warthestraße. – Und nachher war nur eine Tresenfee da, die sich entschuldigte fürs Alleinsein, aber wir Künstler kriegten Getränkechips, also lief es eben bloß mit Warteschlange und ging dann auch.
Ich kam in der zweiten Hälfte dran, hab mich mit meinem Standardspruch vorgestellt: „Ich bin gar nicht so intelligent und gefährlich, wie ich aussehe“, und das startete schon ganz gut.
Dann wurde ich ins Finale geklatscht und kam auf den zweiten Platz, den ersten machte ein Österreicher, der war schon das dritte Mal da und seine Bühnenpräsenz wirkte tatsächlich sehr souverän. Erster Preis war ne Flasche Wodka und weil ich sowieso keinen Alkohol trinke, konnte ich das verschmerzen.
Dann tappse ich da weg mit Klampfe als Stubenältester durch die volle Hütte, auf einmal stellt sich mir son jungscher Typ in den Weg, mit seiner Clique, so fünf Leute, ne Braut auch dabei: „Ey, wir haben dich unterstützt, leider sind wir nicht durchgekommen. Ach, stell dich doch dazu, wir wollen mit dir fotografiert werden…“ – Noch n anderer: „Du siehst ja so aus wie derundder aus der Fernsehserie Soundso!“ – Na, OK, sie nehmen mich mittenmang fürs Foto. „Und nun guck mal richtig böse!“ – Ich hab mein Bestes getan und ihnen einen Flyer gegeben für meine Veranstaltung am 24.1. in Neukölln und sie waren auch aus Neukölln, mal sehen, vielleicht kommen sie ja wirklich hin.
Dann auf dem Weg zur U-Bahn Warschauer Straße haben mich zwei Mal je zwei hübsche Frauen überholt und gesagt: „Das war gut!“
Da hab ich mich natürlich gefreut wie ein Schneekönig (und war noch am Montag ziemlich euphorisch). Ich konnte leider nicht mehr als „Danke!“ sagen zu den Mädels, weil ich schon auch ganz schön fix und alle war und erst mal meine Ruhe haben wollte.
Die waren ja alle viel jünger als ich, aber irgendwie akzeptieren die Generationen X und Y mich viel mehr als es meine Altersgenossen tun. Für die meisten von denen muss alles perfekt sein, am besten auf Knopfdruck, und dass einer noch im Rentenalter was Neues anfängt – so wie ich -, das ist dann schon sehr gewöhnungsbedürftig. Ich mach ja nix Revolutionäres, aber eben was Neues, als traditioneller Pionier …

Herzliche Grüße, Herbert

 

Kurt Tucholsky zum 125. *

Kurt Tucholsky (* 9. Januar 1890 in Berlin; † 21. Dezember 1935 in Göteborg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

 

Tucholsky
Warum auf der Tafel der 5. steht statt 9. Januar 1890, das weiß ich nicht. Die Postkarte ist mein WiTzel-Design, es gibt sie nur bei mir.

Kurt Tucholsky

Das Ideal

Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve –
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) –
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.
Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad – alles lenkste
natürlich selber – das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.
Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche – erstes Essen –
alte Weine aus schönem Pokal –
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.
Ja, das möchste!
Aber, wie das so ist hienieden:
manchmal scheints so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –
hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Etwas ist immer.
Tröste dich.
Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten.
(1927)

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Mehr Tucholsky-Text heute, 9. Januar 2015, hier im Feigenblättchen – Fachblatt für Unerschrockene.

Und hier geht’s morgen auch noch zu einem ausführlichen Lebenslauf:

http://www.kurt-tucholsky.info/lebenslauf

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Im Übrigen empfehle ich WiTzels Gute-Laune-Lieder für Bühne, Betriebsfest und Wohnzimmerkonzerte.

SongSlam Sonntag, 19:00 Uhr

HURRA! – Bin ins Finale gekommen und immerhin auf dem zweiten Platz gelandet.  🙂  🙂  🙂

SongSlam-Berlin

Wenn Ihr diesen Sonntag (11.1.2015) ab 19 Uhr Zeit habt, dann könnt Ihr mich in Berlin LiVE hören – mittenmang im Programm:

https://www.facebook.com/events/1396372273991274/?sid_reminder=8630712480387039232
http://www.badehaus-berlin.com/details/songslam-berlin-10.html
http://songslamberlin.wordpress.com/

Es wird gut werden!

Herzliche Grüße und Wochenend und Sonnenschein,

Herbert WiTzel

WiTzels Gute-Laune-Lieder

Islamisierung? – „Tote Zeugen und kein Gewissen …“

… sind ein sanftes Ruhekissen!

So schnarcht es aus dem Bundestag als Antwort.

Grüner Bereich.
C.Öz. hier mit seiner Sozia Claudia Roth. (Bildquelle: Wiki.)
Charlie Hebdo
Mein Beileid den Angehörigen der Opfer. (Dieses Bild ist so rechtlos und ungeschützt wie wir „Mischpoke“ in Europa. Allerdings ist es jetzt nicht mehr totzukriegen. CHARLiE HEBDO lebt überall.)
Gérard-Biard
Gérard Biard (1959 bis 2015). Foto: © Pariser Mordkommission.

CHARLiE-HEBDO-Chefredakteur Gérard Biard nach dem Brandanschlag auf die Redaktion 2011:

Ich sage den Franzosen, ich sage Europa und dem Westen insgesamt, aber ich sage auch den Journalisten: Wacht auf! Hört auf, den politischen Islam zu unterstützen. Seid nicht naiv, diese Leute kennen keine Toleranz und bedrohen sogar die Muslime, die ihrer Meinung nach zu moderat sind.


Er hat mit seinem Leben bezahlt für den Tiefschlaf „unserer“ Politiker.

Bundestag.
Asylantenheim für über 600 vorbildlich versorgte Verantwortungsflüchtlinge. (Bildquelle: Archiv Syzygos.)

Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.

MAX LiEBERMANN 1933.

 

24.1. – WiTzels Bunter Sonnabend Abend

Loislane
24.1.2015, 19:30 Uhr.

im LOISLANE:

mit Trödelheinz (Sohn des Wunsiedler Heimatdichters Georg Benker: „Georg Benker war ein Schuh-/macher und Poet dazu“; frei nach Hans Sachs);

Klaus Elgerts Lebensgeschichte in Echtzeit;

Tanyas Winterpunsch (hält Leib und Seele zusammen)

und LiVE-MUSiK:

Lydia Reining

sowie

Herbert WiTzel.

– Eintritt frei –

KOMMT ALLE !

Kinder und kleine Leute

Familie Otto Witzel.
Mein Vater (1. von rechts) als Kind seiner Eltern.

Meine Eltern waren kleine Leute und eigentlich ganz OK, bloß vom heutigen Polit-Olymp aus gesehen zählen sie sicherlich zum dumpfen Wahlvieh, dem alles erst mal erklärt werden muss.

Bundestag.
Bildquelle: Archiv Syzygos.

Na gut, ich geh nicht mehr dumpf wählen, aber ansonsten bin ich nicht größer oder besser als sie, die sich nie Visitenkarten leisteten, im Gegensatz zu mir. 😉
Es ist die erste meines Lebens:

WiTzels_Karte.

… und zum Abschluß singt Loudon Wainwright III hier über seinen Vater Loudon Wainwright II:

BEVOR ES ZU SPÄT IST, …

… wünsche ich Freund und Feind, uns und Euch und Dir und mir und Ihnen allen, die den Sprung ins Neue Jahr geschafft haben, für den Rest 2015 Glück, Gesundheit, Geld („Geld allein macht nicht unglücklich“; Peter Falk) und langes kurzweiliges Leben !

19014>1915
Bildquelle: Archiv Syzygos.

– Ach, und unserem Volk sowie seinen freß-, geld- und machtsüchtigen Vertreterinnen und -tretern wünsche ich, dass der 100jährige Krieg mitsamt EUhu bald einem 100jährigen Frieden in Europa weicht.

2015.
Bildquelle: meine Hausbank eG.