Hermann Aron (1848-1913)

Erst mit 16 Jahren kam Hermann Aron, geboren 1848 in Kempen (Polen), an das Köllnische Gymnasium in Berlin, wo er mit 22 Jahren das Abitur bestand.

Von Beek100 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7042813

Abbildung: Schulgebäude der Musikschule Berlin Mitte, ehemals Köllnisches Gymnasium, Wallstraße 42-48.

Er mußte sich mühselig mit Nachhilfestunden vorwärtsbringen, aber dennoch wählte er, seiner Bega­bung folgend, Mathematik und Physik, also ziemlich brotlose Künste, zu seinem Lebensberuf.

In jener Zeit war die Kenntnis der elektrischen Grund­einheiten Ampére, Volt, Ohm, Watt wohl theoretisch gewonnen, aber es gab noch keinen sicheren Weg, sie zu messen. Aron ließ das Pendel einer Uhr durch den Strom beeinflussen, und aufgrund der entsprechenden Beschleunigung des Uhrganges konnte der Verbrauch an Elektrizität festgestellt werden. Damit war der erste Elek­trizitätsmesser geboren. — 1884 führte Aron die Kon­struktion im Berliner elektrotechnischen Verein vor.

Beitragsbild.
Dr. Arons Energiezähler.
(Repro: Archiv Witzel.)

1885 reichte er seinen Zähler dem Magistrat von Berlin zur Prüfung ein. Eine eigens dazu ernannte Kommission befand ihn für gut und praktisch verwertbar.

Beitragsbild
Aronzähler von der Seite (Foto: wiki commons).

Auch einen Drehstromzähler erfand Hermann Aron.

1885 gründete er die Aron­werke zur Herstel­lung von elektrischen Appa­raturen und Geräten. Als er 1913 starb, war, wie Vor­standsmitglied Gottschalk schrieb, „für die gesamte Elek­trotechnik einer ihrer hervorra­gendsten Altmeister dahing­eschieden“.

 

Betragsbild
Hermann Arons Grab in Berlin Weißensee. Foto: By Z thomas – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50868999

Hier gibt es noch mehr zu lesen über Hermann Aron und sein Werk, allerdings auf Englisch: https://english.tau.ac.il/sites/tau.ac.il.en/files/media_server/imported/26/files/2012/05/Aron-HSNS1.pdf

Den Hinweis auf Hermann Aron verdanken wir diesem Buch:TitelbildTITELBILD: Irene Harand, „Antwort an Hitler 1935 – Sein Kampf“, ISBN 978-3-944324-62-3, 243 Seiten mit einem Porträtfoto der Autorin, 20.00 Euro. – Bezug über Ihre freundliche Buchhandlung oder direkt über den worttransport.de Verlag Herbert Friedrich Witzel.

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