Zur Silberhochzeit

Karl Napf und seine Hedwig, geb. Kowalski, feiern Silberhochzeit. Weil sie immer brav alle Schulden der Regierung bezahlt haben, schickt das Finanzamt zur Feier des Tages die gute Fee Fortunata vorbei zum Gratulieren.

25.

Bildquelle: Kita KQ („Kleine Quälgeister“).

„Na, das ist ja spitzenmäßig“, freut sich Kalle, der die gute Fee schon aus den Werbefilmen für Frauenfußball kennt, „jetzt dürfen wir uns alle einen Elfmeter wünschen!“

„Nun mal langsam, junger Mann“, bremst ihn Fortunata. „Erst mal will ich Hedi was fragen, so von Frau zu Frau: Ihr beide seid ja nun 25 Jahre verheiratet und inzwischen bist du 55 und er ist neulich ebenfalls 55 geworden. Hast du zwischendurch jemals an Scheidung gedacht?“

Hedi denkt ne Minute nach und schüttelt dann den Kopf: „Nein. An Mord öfter mal, aber an Scheidung nie.“

„OK“, sagt Fortunata. „Ihr habt jetzt jeder einen Wunsch frei, den ich dann erfülle. Hedi, du fängst an!“

Fortunata.
Fee Fortunata bei der Arbeit. (Bildquelle: Wiki.)

„Ich wünsch mir“, sagt Hedwig Napf wie aus der Pistole geschossen, „eine Weltreise auf dem Kreuzfahrtschiff ALLURE OF THE SEAS, weil, so ne Reise kostet über 30.000 Euro. Das gibt meine Haushaltskasse einfach nicht her.“

SCHNIPP!

macht die Fee und auf dem Küchentisch liegen 35.000 Euro nebst vorsorglicher Reservierung einer Fensterkabine.

Kreuzfahrtschiff.
„Allure of the Seas“, das derzeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt. (Bildquelle: Wiki.)

„Jetzt bin ich aber langsam auch mal dran“, grummelt Karl Napf.

Die gute Fee nickt. „Schieß los, Kalle.“

„Ich wünsch mir“, sagt Karl, „ne Frau, die 30 Jahre jünger ist als ich.“

SCHNIPP!

macht Fortunata und Kalle Napf ist 85.

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Der Herr Kagermeyer auf Reisen

Na, wie auch immer, liebe Sörferinnen und Sörfer, ich weiß ja nicht, von wo Sie und Du hergedüst kommen – jedenfalls muss ich gerade an die Geschichte vom Herrn Kagermeyer denken, der bei einer Kreuzfahrt im Speisesaal seinen Platz einem Franzosen gegenüber hat. Es gibt natürlich französische Tarte am ersten Tag, damit die Geschichte hierher passt, und der Franzose kommt als zweiter an den Tisch, verbeugt sich leicht und sagt: „Bon Appetit!“ – Der Herr Kagermeyer, der die französische Sprache nie gelernt hat, denkt, der gute Mann stellt sich vor, erhebt sich, sagt: „Kagermeyer“, setzt sich hin und beide fangen an zu speisen. Nächsten Tag passiert das gleiche, nur die Speisekarte ändert sich. Dritten Tag dito. Da lernt Herr Kagermeyer einen Landsmann kennen auf dem Schiff und erzählt von diesem Franzosen, der sich jedes Mal beim Mittagessen neu vorstellt. – „Wie heißt er denn?“ – „Bon Appetit.“ – „Ach, das heißt doch >Guten Appetit!<“ – Herr Kagermeyer hat wieder was dazugelernt, rennt zum Mittagessen, der Franzose sitzt schon da.

BON APPETIT!

ruft Herr Kagermeyer freundlich im Dienste der Völkerverständigung. – Der Franzose erhebt sich leicht und antwortet: „KAGÄHR MEYÄHR!“ 😉

Bonn Appetit! - Kagähr Meyähr!
Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, Gott hab sie selig! Mit der heutigen EU haben sie so viel zu tun wie Deutschland mit dem Islam.