Ernst Ludwig Heim (1747 bis 1834) 2. Teil

Bildnis Heim.
Julius Hübner: Bildnis des Dr. Ernst Ludwig Heim (1833). [Bildquelle: Wikipedia.]
Seinen beruflichen Werdegang schilderte Ernst Ludwig Heim so:

In meinem Zimmer sehen Sie fünf Schreibtische. Den da, den ersten, hab ich mir in Spandau gekauft, als ich anfing, 18 Groschen hat er gekostet. Dort neben dem Fenster steht der zweite, ich hab drei Taler bezahlt dafür, als ich nach Berlin übersiedelte. Für den dritten und den vierten, rechts und links von der Zimmertür, hab ich 12 und 64 Taler bezahlt. Sehen Sie, und der, an dem ich jetzt sitze, hat mich 200 Taler gekostet.

 

Ernst Ludwig Heim besuchte bis 1766 das Gymnasium in Meiningen und studierte ab Ostern desselben Jahres an der Universität in Halle Medizin, Botanik, Astronomie, Naturrecht und Philosophie. Am 13. April 1772 konnte er sich in Halle den Doktorhut aufsetzen und wurde als praktischer Arzt zuerst in Halle und Umgebung tätig. Drei Jahre später begab er sich auf eine Studienreise durch die Niederlande, England und Frankreich, woselbst er dem „Aufklärer“ und „Zurück-zur-Natur!“-Guru Jean-Jacques Rousseau, der als von Verfolgungswahn geplagte verkrachte Existenz zu den Wegbereitern der Französischen Revolution gezählt werden darf.

Französische Revolution.
Französische Revolution: Hinrichtung der (politisch nicht korrekt denkenden) Frauenrechtlerin Olympe Gouges am 3. November 1793 auf dem Platz „Place de la Concorde“ durch die Guillotine. [Bildquelle: Wikipedia.]
Christenmensch Heim wurde Gott sei Dank von diesen blutdurstigen Verrücktheiten nicht angesteckt, sondern ließ sich im April 1776 als Stadtphysikus in Spandau nieder.

Ernst Ludwig Heim.
Gedenktafel am Haus Reformationsplatz 2, in Berlin-Spandau. [Bildquelle: Wikipedia.]
Von Heims Krankenheilungen sprach man bald auch im benachbarten Berlin. 1778 wurde er Hofrat und Kreisphysikus, begab sich erfolgreich auf Brautschau und heiratete am 27. März 1780 in Spandau die Kommerzienratstochter Charlotte Maeker.

Im April 1783 zog Dr. Heim nach Berlin an den Gendarmenmarkt. Ab 1786 hatte er Praxis und Wohnung in Eckhaus Kronenstraße 24/Markgrafenstraße. Arme Leute durften ab 6 Uhr morgens in die „Frühstückssprechstunde“ kommen und wurden unentgeltlich behandelt. Wenn Not war, übernahm Heim auch noch die Kosten für die Medikamente.

1785 wurde er zum Hofarzt und zum Leibarzt bzw. Hausarzt der Prinzessin Amalie.

1799 führte er in Berlin die Pockenschutzimpfung ein.

1810 wurde er zum Leibarzt der Königin Luise, konnte aber ihren Tod nicht verhindern. Sie starb noch im gleichen Jahr.

Anfangs begeisterte Dr. Heim sich für Napoleon so, wie sich später viele anfangs für dessen Nachfolger begeisterten, die sog. „Europäische Union“ (EU e.V.).

Napoleon.
EU-Vorläufer Napoleon.

Und hier die EU persönlich:

12-Sterne-Banner.
12-Sterne-Banner (die roten Streifen stehen für rote Zahlen). [Bildquelle: WiTzel-Design.]
Später wich des Doktors Begeisterung fürs Napoleonisch-Globale dem Verstand und Verständnis fürs Mitteleuropäisch-Regionale. Heim schloss sich der Befreiungsbewegung an, die 1813 Napoleon mit Hilfe Russlands verabschiedete. Wollen hoffen, dass wir als unfreiwilliges „Förder“-Mitglied im dritten Jahrtausend nach Christus mit dem US-amerikanischen EU e.V. genauso viel Glück haben.

😉

Zur letzten Ruhe fand Dr. Heim auf den Friedhöfen am Halleschen Tor.

Ernst Ludwig Heim kann drum als Thema in meine Kreuzbergführung eingebunden werden. Näheres unter 030-693 16 49 (Herbert-Friedrich WiTzel) oder per Mail: herbert_f_witzel(at)web.de

 

 

 

 

 

 

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Sonntag, 29. Juni 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 124

Sonntag, 29. Juni 2014

  1. Tagesmusik: Michael Row The Boat Ashore;
  2. Bild des Tages: Michael;
  3. Spruch zum Tage von Gustav Heinemann;
  4. Kalendergeschichte, diesmal Napoleon in Berlin;
  5. Vorlesung, Elke Heidenreich;
  6. Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 26.
  7. Besondere Sonntags-Schmakazie für das hübsche langhaarige Volk, das die Blumen lieb hat, aus Blancas kleine-kleinigkeiten-Blog:
Notizenhalter.
Notizenhalter.

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Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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1. Ton ab für

 

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S;=)

2. Bild des Tages:

Michael.
Wappen der Stadt Jena, genehmigt am 16. September 1992 „Das Wappen der Stadt Jena zeigt in Silber einen silber-blau gekleideten Engel mit langen goldenen Haaren sowie goldenem Nimbus, Harnisch, Helm und Flügel; mit der Rechten einem grünen Drachen eine Lanze in den Rachen stoßend, in der Linken einen goldenen Schild mit aufgerichtetem schwarzen Löwen haltend; der linke Fuß steht auf dem Drachen. Unter dem Drachen ein kleiner silberner Schild mit blauer Weintraube.“ [Text- und Bildquelle: wikimedia.]
WiTzels Ergänzung: Wikimedia ist schon ganz nett, und nett sind sie alle. Wikimedia weiß aber nicht alles und will auch nicht alles wissen. Dieser Engel ist ein Erzengel und hat einen Namen: Er heißt Michael und ist der Schutzpatron der Deutschen. Deshalb reden wir vom „deutschen Michel“. – Als ich vor Jahren beim Freiluft-Konzert von Carlos Santana in der Wuhlheide war, begrüßte er zu Beginn die Erzengel. Das hat mich überrascht, aber es war eine gelungene und gute Überraschung…

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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.

GUSTAV HEINEMANN, früherer Bundespräsident – im Gegensatz zu Gauck ein entschiedener Gegner der Beteiligung Deutschlands an irgendwelchen Waffengängen.

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S;=)

4. Kalendergeschichte:

EU-Vorläufer Napoleon spielte im besetzten Berlin mit seinen Generälen Karten. Für den Einsatz warf er ein paar Goldmünzen mit seinem Bilde (Napoleon d’ors) auf den Tisch und sagte: „Den Preußen gefallen diese kleinen Napoleons ja ganz gut.“

„Stimmt“, nickte General Rapp, „jedenfalls viel besser als der große.“

Tja, heute gefällt mir auch der kleinste Euro immer noch besser als die größte EU.

 

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5. Vorlesung

http://volkslesen.tv/51-08-kleingaertner-lesen-elke-heidenreich/

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6. Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 26

Heute tauchte beim Open Stage im CAFÉ FANTASY unvorhofft der Gesangshumorist Herbert-Friedrich WiTzel auf, um ein neues Lied zu präsentieren und auszuprobieren, von dem wir hier die erste Strophe wiedergeben:

Wir lindern Lampedusas Leid
mithilfe der EUhuhu:
Wir schicken Schulz nach Afrika
und Juncker mit dazu.

Die I-, die I-, die ISO-Norm,
die brauchen sie dort sehr!
Ist erst mal alles ISOliert,
flieht keiner mehr hierher.

LIVE kann das Lied gehört werden am 25. Juli im DanTra’s.

25. Juli 2014.
Das Plakat.

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7. Besondere Sonntags-Schmakazie: Das Notizen-Archiv

Notizenhalter.
Notizenhalter.

http://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2014/06/26/notitzaufbewahrungs-schneebesenidee/

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DDR: NVA

NVA.
NVA-Ehrenwache.

Hannibal, Lord Nelson und Napoleon besuchten anlässlich des vierzigjährigen Bestehens der „Deutschen Demokratischen Republik“ die NVA (= Nationale Volksarmee). – Nach Besichtigung mehrerer Armeeverbände und -veranstaltungen fragte sie der begleitende Vier-Sterne-General bei der Auswertung, was sie sich von dem zur Kenntnis genommenen am meisten wünschen würden.

Hannibal
Hannibal:

Die Panzer – die wären viel besser gewesen als meine Elefanten.

HoratioNelson1

Lord Nelson:

Die U-Boote – damit hätte ich jede Seeschlacht gewonnen.

Napoleon.

Napoleon:

Das >Neue Deutschland<. Wenn ich das damals gehabt hätte, dann wüsste die Welt nämlich heute noch nichts von meiner Niederlage bei Waterloo.