26.9.-DanTra's

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Dienstag, 19. August 2014 – WiTzels Wochenblatt Nr. 133

Dienstag, 19. August 2014

  1. Wochenmucke OTTO REUTTER;
  2. Bild der Woche: Der „Krögel“;
  3. Wochen-Spruch zum Tage von JOHN LENNON;
  4. Kalender(wochen)geschichte, diesmal à la Fips Asmussen;
  5. Vorlesung, „Hier kommt Lola!“;
  6. Fortsetzungsgeschichte: Wie geht eigentlich Glücklichsein? Siehe 7.
  7. Besondere Schmakazie: LAUREN BACALL in „The Big Sleep“, singing.

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Nächsten FREITAG bring ich meine HOMMAGE an Otto Reutter:

22.8.
22.8., 19 Uhr.

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1. Ton ab für OTTO REUTTER: „Muß man denn ins Ausland reisen?

 

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S;=)

2. Bild der Woche:

Berlin
Michael Adam: Berlin, der »Krögel« (1901).
«Am Krögel« bezieht sich auf die Stichstraße, die vom Molkenmarkt entlang der alten Stadtvogtei an die Spree führte
Land: Deutschland
[(c) 2007 The Yorck Project]

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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Leben ist das, was passiert, während Du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden.
Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“

JOHN LENNON.

= = =

S;=)

4. Kalendergeschichte:

Der wilde Jäger Lützow und der alte Oberförster, Hugo war sein Name, sitzen beide auf dem Hochsitz im Grunewald, Revier Dreilinden. Ein Hirsch kommt auf die Lichtung.

Flüstert Lützow: „So, der kann jetzt sein Testament machen!“ Er legt an, zielt in aller Ruhe und … PÄNG!

Sagt der alte Oberförster: „Guck an, nun läuft er tatsächlich zum Notar.“

[Nach Fips Asmussen.]

 

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5. Vorlesung

http://volkslesen.tv/24-09-freundinnen-lesen-isabel-abedi/

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6. Fortsetzungsgeschichte:

7. Lauren Bacall, now singing in Heaven:

Wenn wir die Ehe von Lauren Bacall und Humphrey Bogart betrachten, dann darf übrigens ruhig mal über alles, was sich in Berlin und der EU GmbH & Co. KG aA „Ehe“ nach ISO-Norm à la Wowereit nennt, herzhaft gelacht werden. 🙂 🙂 🙂

= = =

Wenn Sie selber mal die Wohnung aufräumen wollen, damit eine Ehe reinpasst, dann empfehlen wir guten Gewissens Fa. Frank Toebs:

Frank Toebs
entruemplung.de

 

Dienstag, 12. August 2014 – WiTzels Wochenblatt Nr. 132

Dienstag, 12. August 2014

  1. Musik zum Dienstag: Ton ab für OTTO REUTTER;
  2. Bild des Dienstags: die Berlinerin;
  3. Spruch zum Tage von Casanova;
  4. Kalendergeschichte, diesmal Multikulti;
  5. Vorlesung, Charlie Chaplin;
  6. Fortsetzungsgeschichte.
  7. Besondere Schmakazie und Empfehlung:

Mit dieser Tasche steckst Du alles und alle in die Tasche, liebe Leserin!

http://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2014/08/11/nur-mut-zu-falten/

falten2

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1. Ton ab für OTTO REUTTER und „Wie reizend sind die Frauen“:

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S;=)

2. Bild des Tages:

Mucha_Perfecta.
Alfons Mucha: Plakat fürs Radeln mit der Marke „Perfecta“ (1902).

[Das Bild hatten wir zwar schon, aber „ein gutes Pferd zieht zweimal“.]

Heute wird das Pferd meistens durch ein Kfz ersetzt, besonders wenn es um Transporte und Abtransporte geht. Für Berlin empfehlen wir in solchen Fällen Fa. Frank Toebs:

Frank Toebs
entruemplung.de

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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Die Pariserin verspricht alles und hält nichts. Die Berlinerin verspricht nichts und hält alles.

GIACOMO CASANOVA.

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S;=)

4. Kalendergeschichte:

Sitzen im gleichen Zugabteil ein Ami, ein Russe, ein Türke und ein Deutscher. Als ihnen langweilig wird, springt der Ami vom Sitz, reißt das Fenster auf, wirft ein paar Dollarscheine raus in den Fahrtwind und sagt: „In USA haben wir genug davon!“ – Steht der Russe auf, wirft eine Flasche Wodka raus und ruft: „In Russland haben wir mehr als genug davon!“ – Sagt der Türke zum Deutschen: „Was guckssdu …“

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5. Vorlesung

 

hhttp://volkslesen.tv/35-10-hartz-iv-moebelbauer-lesen-charles-chaplin/

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6. Mein persönlicher Fortsetzungsroman erlebt seine nächste Folge am Freitag, dem 22. August 2014, um 19 Uhr in Schöneberg im DanTra’s mit einer Hommage an OTTO REUTTER.

22.8.
22.8., 19 Uhr.

 

 

 

22.8.2014 – Hommage an OTTO REUTTER

22.8.
22.8., 19 Uhr.

 

Freitag, 22.8. um 19 Uhr

 

WiTzels Lied- und Lesebühne: „Otto Reutter Abend“

 

Der Neuköllner Liedermacher und Autor Herbert Witzel präsentiert mit viel Charme und gekonnten Gitarrenklängen eine Hommage an den großen Humoristen Otto Reutter.

 

 

DanTra's.
Im DanTra’s tobt das Schöneberger Leben und der Berliner Bär ist los. >>> KOMMT ALLE und erlebt die Leichtigkeit des Liedes mit den Texten von Otto Reutter!

Dienstag, fünfter August 2014 – WiTzels Wochenblatt Nr. 131

 

Dienstag, fünfter August 2014

  1. Wochenmusik: „Die Friedenskonferenz“;
  2. Bild der Woche: Schlüterhof des Königlichen Schlosses Berlin (1830);
  3. Spruch zum Tage von Karl Valentin; 
  4. Kalendergeschichte, diesmal frei nach Otto Reutter;
  5. Vorlesung, diesmal durchs Gitterfenster;
  6. Fortsetzungsgeschichte Islam und Islamismus.

= = =

 

1. Ton ab für OTTO REUTTERs „Friedenskonferenz“:

 

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S;=)

2. Bild des Tages:

Eduard Gärtner
Eduard Gärtner: Schlüterhof des Königlichen Schlosses Berlin (1830).
[(c) 2007 The Yorck Project.]
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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Der ist ein ganz Großer.

KARL VALENTIN (Bayern, München) über Otto Reutter.

= = =

S;=)

4. Kalendergeschichte (frei nach Otto Reutter):

Es ist zum Erschrecken, fast an allen Ecken

tauchen Einfuhrwaren in die Höh‘,

alle Menschen laufen, billig einzukaufen,

sogar unsre Ootwolleh (Hautevolee).

Da zu konkurrieren, ist nicht durchzuführen,

schließlich gibt’s nur Auslandswaren noch,

und die Inlandsleute machen Pleite,

der EU e.V., er lebe hoch!

12-Sterne-Banner.
12-Sterne-Banner (die roten Streifen stehen für rote Zahlen).

S:-)

= = =

5. Vorlesung

http://volkslesen.tv/51-09-haeftlinge-lesen-sven-regener/

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6. Fortsetzungsgeschichte:

Mohammed ist tot – Jesus lebt.

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Now Something Completely Different (MONTY PHYTON):

An diesem Sonnabend, dem 9. August 2014, bin ich mang „OPEN STAGE“ im DanTra’s zu sehen und zu hören – ab 20 Uhr, Kulmer Straße 20A in Berlin Schöneberg, S+U-Bhf. Yorckstraße.

Am 22. August 2014 bin ich dortselbst ab 19 Uhr mit meiner „Hommage an OTTO REUTTER“ zugange. 🙂 🙂 😉

 

 

Dienstag, 29. Juli 2014 – WiTzels Wochenblatt Nr. 130

 

  1. Wochenmusik: Otto Reutter und „Da kann man sehen, wie die Frauen sind!“
  2. Bild der Woche von Karl Friedrich Schinkel: Blick auf Potsdam;
  3. Spruch zum Tage von Karl Friedrich Schinkel;
  4. Kalendergeschichte, diesmal als Bilder- bzw. Bildgeschichte;
  5. Vorlesung, Otto Reutter betreffend;
  6. Fortsetzungsgeschichte MATA HARI.

= = =

= = =

1. Derzeit arbeite ich an meinem Otto-Reutter-Programm, deshalb Ton ab für Otto Reutter und „Da kann man sehen, wie die Frauen sind!“

 

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S;=)

2. Bild des Tages:

Potsdam_Schinkel.
Karl Friedrich Schinkel: Blick auf Potsdam bei Sonnenaufgang, von den Babelsbergen aus gezeichnet (19. Jh.).
[Bildquelle: The Yorck Project.]
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S;=)

3. Spruch zum Tage:

 

Phlegma, sei es körperlich oder geistig, ist ein sündhafter Zustand für den, der in Zeiten der Bildung lebt.

KARL FRIEDRICH SCHINKEL (1781 – 1841), Berliner Architekt und Maler ohne Migrationshintergrund.

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S;=)

4. Kalendergeschichte:

Diesmal als Bildergeschichte bezüglich WiTzels Lied- und Gästebühne am Kalendertag Freitag, 25. Juli 2014.

Lothar Schneeberger.
Gruppenbild von „WiTzels Lied- und Gästebühne“ am Freitag Abend im DanTra’s – Kneipe n Kultur – der BackStageBereich war draußen diesmal; es herrschten „Good Vibrations“, wie die Beach Boys sagen würden! Fotograf: Lothar Schneeberger. (Von links: Dania vom DanTra’s, WiTzel bzw. ich, Beate, Mutter und Vater Rädisch, die drei BLUE JUNKs: Olaf [Klopfkiste bzw. Cajon und Gesang], Sohn Rädisch, Jonas [beide Gitarren und Gesänge].)
WiTzels nächste Lied- und Gästebühne im DanTra’s [Otto-Reutter-Abend]: Fr., 22.8.2014, 19 Uhr.

(siehe auch hier unter 5.)

= = =

5. Vorlesung ―diesmal als Film zum Thema OTTO REUTTER, dessen Couplets ich demnächst (am 22. August 2014, 19 Uhr) im DanTra’s präsentiere:

= = =

 

 

 

 

Sa=Sonnabend, 28. Juni 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 122

Sa=Sonnabend, 28. Juni 2014

  1. Tagesmusik Couplet AG;
  2. Bild des Tages: Saharet und Otto Reutter;
  3. Spruch zum Tage von Otto Reutter;
  4. Kalendergeschichte, diesmal von Otto Reutter;
  5. Vorlesung, Kurt Tucholsky;
  6. Fortsetzungsgeschichte Baustelle.

 

= = =

Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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1. Ton ab für diese gutgelaunte Otto-Reutter-Interpretation:

 

Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich werd selber Otto Reutters geniale Couplets für mich neu entdecken. Zu hören ist das dann am 25.7.2014 im DanTra’s bei Dania und Petra

Plakat.

KOMMT ALLE HER, kommt alle hin! Es gibt noch mehr zu sehen als den „Mighty Quinn“ …

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S;=)

2. Bild des Tages:

Saharet und Otto Reutter.
Otto Reutter und die Tänzerin Saharet. [Bildquelle: Archiv Witzel.]
Eins meiner Lieblingsfotos.

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S;=)

3. Spruch zum Tage:

Nicht so laut, nicht so laut!
Willst du ein guter Deutscher sein,
dann rückst du deine Steuern raus
und den Ärger schluckste rein.

OTTO REUTTER um 1900 herum – klingt ja verdamm aktuell.

= = =

S;=)

4. Kalendergeschichte von Otto Reutter: „Man muss sich bloß erst dran gewöhnen …“

Ein Mädchen, das stets Freude hatte
an Männer, kräftig, stramm und groß,
zeigt mir ’nen Mann: „Das ist mein Gatte.“
Der Mann war klein, ein Meter bloß.
Ich frug: „Was tust du mit so’m Kleenen?“
Sie sagt: „Der Kleene is een Aas –
man muss sich bloß erst dran gewöhnen,
dann macht so’n Zwerg ’nen Riesen-Spaß.“

Zu seinem Freunde sagt Herr Lehmann:
„Nimm mir’s nicht krumm, ich muss gesteh’n:
Du bist ein junger, fescher Eh’mann,
doch deine Frau ist nicht sehr schön.“
Er sagt: „Was hab ich von ’ner schönen?
Ich hab ’ne liebe, treue Frau –
man muss sich bloß erst dran gewöhnen,
bei Nacht sind alle Katzen grau.“

Frau Schulz wollt‘ gern ein Kindlein haben –
zehn Ehejahre war’n vorbei,
da bracht‘ der Storch den ersten Knaben,
im nächsten Jahre kamen zwei.
Dann ward sie Mutter von drei Söhnen
„Na, seh’n Sie“, sagt der Doktor ihr,
„man muss sich bloß erst dran gewöhnen,
im nächsten Jahr, da krieg’n Sie vier.“

S;=)

= = =

5. Vorlesung http://volkslesen.tv/25-10-umweltbundesamt-liest-1-kurt-tucholsky/

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6. Fortsetzungsgeschichte:

In Arbeit.
Ist noch in Arbeit.

 

Sonntag, 22. Juni 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 117

Sonntag, 22. Juni 2014

  1. Tagesmusik von Otto Reutter;
  2. Bild des Tages: Akt mit Katze;
  3. Spruch zum Tage von John Huston;
  4. Kalendergeschichte, diesmal mit Dr. Psychomann;
  5. Vorlesung, Marianne Kunz-Jäger: mau – meine filosofien – mein leben – meine katzastrophen;
  6. Fortsetzungsgeschichte CAFÉ FANTASY, Folge 26.
  7. Eine besondere Schmakazieteilen wir gern mit aus Blancas genialem kleine Kleinigkeiten-Blog: Anleitung zur Ladylike-Strickjacke

 

= = =

Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

= = =

1. Ton ab für etwas Aktuelles:

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S;=)

2. Bild des Tages:

Franz Marc
Franz Marc: Akt mit Katze. (1899). [Bildquelle: The Yorck Project.]
= = =

S;=)

3. Spruch zum Tage:

Man sollte Ehrgeiz besitzen, ohne von ihm besessen zu sein.

JOHN HUSTON.

= = =

S;=)

4. Kalendergeschichte:

„Ich glaub, ich bin ein Hund“, sagt der neue Patient zu Dr. Psychomann.
– „Seit wann glauben Sie das denn?“, fragt der Dr.
– „Seit ich ein Welpe war.“
– „OK, ich hab Ihr Problem verstanden“, nickt Dr. Psychomann. „Dann legen Sie sich jetzt bitte hier auf die Couch.“
Der Patient schüttelt den Kopf. „Tut mir leid, aber ich darf nicht auf Sofas.“

S;=)

= = =

5. Vorlesung http://volkslesen.tv/41-12-die-ladies-vom-see-marianne-kunz-jaeger/

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6. Fortsetzungsgeschichte: CAFÉ FANTASY – Folge 26

„Was lesen Sie denn gerade, Veronika?“, fragte Urs Bergner, der Aushilfskellner und Eismatscher vom CAFÉ FANTASY, seine Stammkundin Frau Mewes-Fischer an Tisch drei.
„Ach, Garcon“, antwortete sie, „ich hab gerade ein Buch über Johnny Cash angefangen, seine Lebensgeschichte. Wollen Sie mal einen Blick hineinwerfen?“
„Warum eigentlich nicht“, antwortete Bergner. Das erste Kapitel des Buches, das Veronika gerade an Tisch drei liest, sieht so aus:

1932: „Hello, I’m Johnny Cash“
„Wo du nicht bist, dort ist das Glück“, heißt es im Lied vom Wanderer — nicht in dem, das der Ire Bono für den Ami Johnny Cash geschrieben hat als Finale des U2-Albums „Zooropa“ (1993), sondern in jenem Song vom österreichischen Komponisten Franz Schubert (1821, nach einem Gedicht des Georg Philipp Schmidt von Lübeck). Zwischen Cash und Schubert liegen Welten. Aber Welten liegen immer dazwischen, zwischen dir und mir und Deutschland und Amerika und wandern tun wir doch alle so lange, bis wir ankommen und wohnen bleiben in unseren Räumen und Worten und Taten. Wenn wir das Glück nicht mehr suchen, dann haben wir es gefunden.
O-Ton Cash: „Mein erstes Lied, an das ich mich erinnern kann, ist ‚Ich fahre ins verheißende Land — I’m Bound for the Promised Land‘. Das sangen wir, während unsere Familie 1935 auf dem Weg nach Dyess war.“ Nach und zu Dyess kommen wir auch noch in diesem Text, genauso wie zum Märchen von Dornröschen und dem Froschkönig. —
26. Februar 1932. Im fernen Nordamerika in Kingsley, Arkansas, liegt noch Schnee auf den Baumwollfeldern, während mit Hilfe der Hebamme ein Kind geboren wird. Es ist der dritte Sohnemann für die Familie Cash. Mutter Carrie will ihn John nennen nach ihrem Vater John Rivers. Ihr Mann Ray will ihn Ray nennen. Er schlägt „Ray John Cash“ vor.
Die Hebamme Rosy Collins, eine resolute Rothaarige, packt ihre Sachen zusammen.
Carrie schüttelt den Kopf. Sie schlägt „John Ray Cash“ vor, während das neugeborene Baby Geräusche macht und anfängt, Singen zu üben.
Madam Collins wirft ihr Feuerwehrhaar nach hinten und will sich verabschieden.
Ray schüttelt den Kopf. Er bleibt bei „Ray John Cash“.
„Ich muss jetzt weiter“, sagt Rosy, die Hebamme. „Nennt ihn doch J. R. Cash, dann haben alle gewonnen. Und nun macht’s gut, bis zum nächsten Ableger!“
Wenn Arbeiten glücklich macht, dann war Johnnys Vater Ray bestimmt glücklich, denn er malochte von früh bis spät, um seine Frau Carrie und die Kinder zu ernähren und sich selbst natürlich auch.
Nahe an ihrem Haus lagen die Gleise der Eisenbahn. Besonders das Rollen der Güterzüge mit ihrem „Boom-Chicka-Boom“ drang bis durch die Wände und ins Ohr des Krabblers J. R. Als er drei Jahre alt war, stellte er sich hin und winkte. Der Lokomotivführer winkte zurück. J. R. Cash fühlte sich in diesem denkwürdigen Augenblick wie Jim Knopf persönlich.

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 Herbert-Friedrich Witzel: JOHNNY CASH.

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7. Besondere Schmakazie:
http://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2014/06/22/ladylike-strickjacken-anleitung/

 

Freitag, 28.2.2014 – WiTzels Tagblatt

ACHTUNG! Wichtige Durchsage – jedenfalls für mich: Sechs Tage sollst du ackern und rackern, aber den siebten Tag, den Feiertag, heiligen. Das ist der Sonntag. Deshalb ist ab sofort, d.h. ab nächsten Montag, MONTAGS RUHETAG bei WiTzels Tagblatt. Ich sag’s bloß heute schon, damit Sie am Montag keinen Schock kriegen.

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  1. Tagesmusik, Duo Camillo mit dem Oldie, but Goldie: „Die Pfaffen rasen durch den Wald“;
  2. Bild des Tages: Salomo und die Königin von Saba in Berlin;
  3. Spruch zum Tage von Anno Nym;
  4. Auflösung zur Berliner Wer-war-das?-Kalendergeschichte von gestern;
  5. Kalendergeschichte zu Apelles, dem Hofmaler Alexanders des Großen;
  6. Vorlesung mit Katja aus der Albestraße;
  7. Fortsetzungsgeschichte MATA HARI.

1. Ton ab für die Tagesmusik:

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S;=)

2. Bild des Tages:

Salomo und die Königin von Saba.
Konrad Witz: Salomo und die Königin von Saba (1434-35). Zu sehen in Berlin, Gemäldegalerie. [Bildquelle: The Yorck Project.]
Oft wirken ja die Repros besser als das Original, gerade bei Jahrhunderte alten Tafelbildern, aber in diesem Fall hat mich doch zuerst das Original schwer beeindruckt. – Sie können mich für Berlin als Kunstführer buchen, übrigens. Ich zeige Ihnen gern, was ich selbst sehenswert finde, z.B. dieses Altarbild des Konrad Witz oder auch die Galerie Johann König einschließlich der dazugehörenden Ausstellungen und Events in St. Agnes.  – HERBERT WITZEL, <herbert_f_witzel[at]web.de>Tel.: 030-693 16 49. (Führungsdauer ca. anderthalb Stunden, Gruppe bis 12 Personen = 50 EUR.) Für Kunstfreunde der Moderne mit einem freien Zeitfenster Anfang Mai (2.-4.) 2014 sei besonders empfohlen das http://www.gallery-weekend-berlin.de/

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S;=)

3. Spruch zum Tage:

„Hör auf, wenn es am schönsten ist.“

ANNO NYM.

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S;=)

4. Auflösung der Kalendergeschichte von gestern: Wer war das??? Der verhinderte Tragödiendichter und erfolgreichste Komiker seiner Zeit war dieser hier:

Otto Reutter.
. Otto Reutter.

Das Plakat stammt von hier:
Apollo-Theater.

Mehr zum Apollo-Theater findet sich in meinem Beitrag auf unterwegs-in-berlin.de :

Das war die Berliner Luft!

Saharet

[Abbildungen: wikimedia.]

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S;=)

5. Kalendergeschichte heute:

Von Apelles, dem Hofmaler Alexanders des Großen, blieb uns kein einziges Werk erhalten und doch gehört er zu den berühmtesten Malern der Weltgeschichte. Eines Tages wurde er von einem Kollegen gefragt, ob er ihm einen Rat geben könne, so von Künstler zu Künstler als Coaching, und Apelles antwortete:

Hand vom Bild.

Das meint im Prinzip das gleiche wie Anno Nühm: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören – auch beim Bilder malen. Der Künstler, der perfekt sein und das vollkommene Gemälde schaffen will, der hört sonst nie auf. Das Bild wird aber dadurch nicht besser oder gar perfekt, sondern nur immer wieder anders, weil der Künstler sich jeden Tag ändert. Wenn er seine Bilder in Ruhe lässt, dann ändern sie sich von allein.

Die Bilder machen, was sie wollen.

GERHARD RICHTER.

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S;=)

6. Vorlesung, heute von und mit Katja, Sonnenschein der Albestraße:

http://volkslesen.tv/07-11-fruehstuecksgruppe-liest-roger-bollen-marilyn-sadler/

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S;=)

7. Fortsetzungsgeschichte:

COVER-Mata_Hari

Das schöne Leben geht weiter

1907 kam Mata Hair zum ersten Mal nach Berlin und eroberte hier den „Wintergarten“ in der Friedrichstraße. Anschließend zog sie für ein paar Monate in die Nachodstraße 18, zusammen mit einem gutsituierten Leutnant des 11. westfälischen Garderegiments.

Tanz_MH
Mata Hari bei der Arbeit.

Außerdem gab sie in Berlin vor Kaiser Wilhelm II. und seiner Familie eine Sonvervorstellung. Angeblich soll sie danach mit einem Prinzen kurzzeitig liiert gewesen sein. Dem hat sie nie widersprochen, ein Umstand, der in ihrem Spionageprozess gegen sie verwendet werden sollte.

Im Winter 1906/1907 hob sie wie die Klapperstörche ab nach Ägypten mit ihrem westfälischen Gardeleutnant und war für ihre europäischen Fans eine Weile außer Sicht und unerreichbar.

Am 30. März 1907 telegafierte sie von Rom aus an ihren Manager, ob es neue Engagements gebe. Und sie schrieb an Richard Strauss, um sich für seine neue Inszenierung anzubieten: „Nur ich kann die Salomé tanzen.“ Er antwortete nicht. Sie reiste nach Paris zurück.

Paris-MH
Mata Hari zu ihren besten Zeiten in Paris.

Mata Hari musste feststellen, dass man sie in Paris schon fast vergessen hatte. Inzwischen war ihr Tanz vielfach von Nachwuchstänzerinnen kopiert worden und nichts Besonderes mehr. Die Legende ihrer Lebensgeschichte wurde auch schon mal als Stoff für Bunte Abende benutzt. Auf ihr Evakostüm hatte sie ebenfalls kein Patent. Die Tänzerin und spätere Schriftstellerin Colette trat jetzt genauso nackt wie Mata Hari als „ägyptischer Traum“ im „Moulin Rouge“ auf.

Ihre beste Zeit schien vorbei zu sein, obwohl sie weiterhin eingeladen wurde zu den Festen der oberen Zehntausend und auch als Tänzerin wieder ins Gespräch kam. Im „Houlgate“, im „Pont aux Dames“ und im „Trocadéro“ tanzte sie auf Wohltätigkeitsveranstaltungen. Die Zeitungen schrieben über sie.

1910 spielte sie in Monte Carlo die Rolle der Kleopatra in „Antar“, einer Bühnenversion der gleichnamigen Sinfonie von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow. Der hat den „Hummelflug“ komponiert. Nix für ungut, ich sag’s ja nur.

Der Regisseur des Stücks war allerdings nicht zufrieden mit ihrer tänzerischen Leistung. „Antar“ wurde dann zwar auch in Strasbourg gespielt, jedoch ohne Mata Hari. Sie war schwer enttäuscht. Ihre Auseinandersetzung mit diesem Regisseur wurde ein gefundenes Fressen für die Presse und führte schließlich zu einem Gerichtsprozess.

Mata Hari klagte wegen Verleumdung und forderte Schadensersatz. Der Prozess zog sich lang hin, bis Dezember 1911. Mata Hari gewann. Sie hatte nun zwar ihre Ehre wieder, doch bekam dafür keine Engagements mehr.

Foto: Jacob Merkelbach.
Foto: Jacob Merkelbach.

Die letzten Monate bis zum Ende des Prozesses verbrachte sie auf einem Schloss des verheirateten Bankiers Xavier Rousseau als wohlversorgte Mätresse.

Am 7. Dezember 1911 tanzte sie in der Mailänder Scala als Prinzessin im 5. Akt von Christoph Willibald Glucks Oper „Armide“. Im Januar 1912 spielte sie die Venus in Antonio Marcenos Ballett „Bacchus und Gambrinus“. Sonst war die Venus immer blond gewesen. Mata Hari verkörperte mit ihrem dichten Haar eine ganz neue und bejubelte „schwarze Venus“. Nun wurde sie auch in die Salons der italienischen Reichen eingeladen.

Als herbe Enttäuschung entpuppte sich ihre Idee, zusammen mit dem Russischen Ballett aufzutreten, dessen rauschende Erfolge zu einem Siegeszug durch Europa führten.

In Monte Carlo hatte sie den Impresario Sergej Djaghilew kennengelernt und versuchte nun, mit ihm ein entsprechendes Bewerbungsgespräch zu führen. Doch er versetzte sie unentschuldigt und brüskierte sie dann, als sie ihn zielstrebig, wie sie war doch noch am Wickel kriegte, im Theater, während seiner Bühnenarbeit. Da stand der Meister nun nebst seinem Mitstreiter Vaslav Nijinsky und dem Choreografen, während die Bühne umgebaut wurde durch Heerscharen der „Herren von der Technik“.

Mata Hari solle sich ausziehen und hier auf der Bühne ein Tänzchen als Kostprobe hinlegen, sprach Diaghilew.

Entrüstet brach Mata Hari ihre Bewerbung ab. Es war allerdings auch ein bisschen sehr blauäugig gewesen, zu glauben, sie könne ohne klassische Ausbildung bei einer der besten Ballettgruppen der Welt als Primaballerina mitmischen.

1913 reiste Mata Hari nach Berlin, sah den deutschen Kronprinzen in Uniform und bat darum, vor ihm tanzen zu dürfen. Sie bekam ein „nein, danke“ als Antwort und reiste wieder ab. In Paris trat sie in den „Folies Bergère“ als Spanierin auf und tanzte letztmalig ihren Schleiertanz in einem Kino. Das „Auge des Tages“, die Sonne hatte ihren Zenit überschritten.

M Hari

Ihre exotische Lebensgeschichte glaubte man noch bis in die „Goldenen Zwanziger Jahre“ hinein wie die BILD-Zeitung.

Es hatte zwar stets kritische Geister gegeben, die bei ihrer Lebensgeschichte leicht verwundert die Brauen hochzogen, wenn sie etwa fröhlich erzählte, sie käme aus dem heiligen Ort Jaffnapatam an der Küste Malabars. Die Stadt Jaffnapatam liegt in Ceylon. Doch ihre wahre Herkunft, so wie wir sie Ihnen hier ungefiltert berichtet haben, verehrte Leserin und geschätzter Leser, diese Wahrheit wurde erst 1930 vom Journalisten Charles S. Heymans entblättert.

Wird fortgesetzt.

Am Stück tutti completti, d.h. ganz und gar lesefertig als Kindle Ebook bei Amazon erhältlich, als gedrucktes Buch im DIN-A4-Format (64 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß-Abbildungen, Thermobindung), einzeln numeriert, datiert und signiert von Herbert Witzel alias Hermann Syzygos, für 10 EUR + 2 EUR Versand (innerhalb Deutschlands) bei Herbert Witzel, Warthestraße 25, 12051 Berlin, Tel.: 030-693 16 49, <herbert_f_witzel[at]web.de>.

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Die nächste Lied- und Lesebühne findet statt – wenn der liebe Gott will und wir leben – am Montag, dem 3. März 2014, in Lankwitz; gleiche Stelle, gleiche Welle…

Herzliche Einladung!
Herzliche Einladung!