Sa=Sonnabend, 10. Mai 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 81

Sa=Sonnabend, 10. Mai 2014

  1. Tagesmusik Louis Armstrong;
  2. Bild des Tages: Henry Fords „Friedensschiff“;
  3. Spruch zum Tage von Sophokles;
  4. Kalendergeschichte, diesmal von Herbert Witzel;
  5. Vorlesung, Hebammen lesen Bertolt Brecht;
  6. Fortsetzungsgeschichte pausiert noch.

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Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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1. Da sind zwar diesmal keine Bilder bei, aber Satchmos Sound ist so einzigartig herzerfrischend, dass es sich trotzdem lohnt. Ton ab für Louis Armstrong: „Give Peace A Chance“.

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S;=)

Bild des Tages:

Ford-Peace-Ship.
Henry Fords „Friedensschiff“ Oscar II, mit dem er den Ersten Weltkrieg ausbremsen wollte. Damit machte er sich zwar lächerlich, weil alle dachten, sie gewinnen, aber er hat es wenigstens versucht.

Dieses Foto zeigt das Schiff beim Auslaufen am 4. Dezember 1915. – Na, OK, Henry Ford ist  bei Intensivbänkern wie bei Sozis gleichermaßen verhasst, aber ich muss ja mit beiden nix am Hut haben. – Weil ich seine Aktion sehr liebenswürdig finde, hab ich eine Kurzgeschichte draus gemacht, die gibt es heute und morgen kostenlos als Ebook, wenn nicht gleich, dann wird das jedenfalls im Laufe des Tages freigeschaltet, wie wir das gelernt haben: Mit Compuger geht alles schneller, es dauert bloß länger.

http://www.amazon.de/Fahrt-mit-Ford-Zipfel-Weltfriedensversuch-ebook/dp/B0081RZ90A/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1399616130&sr=8-1&keywords=WiTzel+Ford

 

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S;=)

Spruch zum Tage:

Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.

SOPHOKLES.

 

S;=)

Kalendergeschichte:

Die Generation meiner Eltern und Großeltern hatte wahrlich genug vom Krieg. Das galt sogar für solche Gewohnheits-Feindbilder wie Franz Josef Strauß, der sagte: „Wenn ein Deutscher noch einmal ein Gewehr in die Hand nimmt, dann soll ihm der Arm abfallen.“ – Ich selber bin in Braunschweig noch zwischen Ruinen aufgewachsen und eher vom Frieden begeistert als vom Krieg, denn im Frieden ist viel mehr möglich. Andere sehen das durchaus anders, schließlich wird mit Waffen und anderem Kriegsbedarf noch mehr Geld verdient als mit Rauschgift und Menschenhandel. Und als Kriegsherr ist man ja auch wenigstens mal richtig wichtig, weil man die Kinder anderer Leute in den Tod schicken kann.

 

Heinrich_Zille.
Heinrich Zille: Das Schwein vor dem Krieg und nach dem Krieg (1918).

Es war fünfzig Jahre Ruhe für Deutschland, bis die roten Grünen an die Macht kamen. Für diese lila linken Leute sind wir Mitmenschen so eine Art Laborratten für Großversuche. Deshalb startete dann auch „Kamerad Turnschuh“ Joschka Fischer von der Kommunistischen Bausparkasse Westdeutschland (KBW) den Großversuch, deutsche Soldaten in den Tod zu schicken getreu seiner Devise: „Deutsche Helden muss man tottreten.“ – Wie geht das? Wenn du brüllst: „Nie wieder Auschwitz!“, richtig. Und wenn du dann noch einen typischen Berufspolitiker wie Scharping, der nix anderes kann als sogenannte „Politik“, losschickst mit möglichst grausamen Horrorfotos, einseitig rausgesucht von irgendeiner exklusiven Werbeagentur Marke Psychomann & Co. KG, dann schaffst du es tatsächlich, den Frieden wieder abzuschaffen. Krieg fängt ja sowieso immer der andere an, deshalb brauchst du auch kein Gewissen, sondern nur eine Überzeugung bzw. eine Ideotologie. „Das Schlimme ist, dass alle ihre Gründe haben.“ (Jean Paul Sartre.) – Drum sind „unsere“ Politiker so geil auf die Ukraine, wo mein Onkel „Ottchen“ Witzel sein Soldatengrab gefunden hat, weil er dort 1943 an der Ostfront gefallen ist.

Nun ist es vorbei mit der Ruhe, die keine Friedhofsruhe war, sondern eine innere Ruhe des Herzens. Der Unterschied wird nur verständlich, wenn man eins hat. Das können „unsere“ Politiker uns zwar nicht nicht schenken, sie können es uns aber Gott sei Dank auch nicht wegnehmen.

Herbert WiTzel

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Vorlesung

http://volkslesen.tv/13-08-hebammen-lesen-bertolt-brecht/

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Fortsetzungsgeschichte: Pausiert noch.

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Das war WiTzels Tagblatt Nr.:

Otto-Ubbelohde.
Otto Ubbelohde: Illustration zum Märchen vom starken Hans.
Werbeanzeigen

Sa=Sonnabend, 26. April 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 69

Sonnabend, 26. April 2014

 

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Ton ab für unsere kostbare bayrische Nachtigall CLAUDIA KORECK:

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S;=)

Bild des Tages:

Jean-Francois_Millet
Jean-Francois Millet: Die Ährenleserinnen (1857).

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S;=)

Spruch zum Tage:

Jedes Thema ist gut. Es handelt sich nur darum, es mit Kraft und Klarheit wiederzugeben. In der Kunst muss man einen Hauptgedanken haben, diesen Gedanken muss man mit Beredsamkeit aussprechen, man muss selbst an seine Wahrheit glauben und diese Wahrheit den anderen mitteilen mit der Schärfe eines Prägstocks.

JEAN-FRANCOIS MILLET.

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S;=)

Kalendergeschichte:

Ruft einer beim Wettermann vom TV an: „Ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen, dass die Feuerwehr gerade Ihre 30° und Sonnenschein aus meinem Keller gepumpt hat.“

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So ist das mit dem Keller und dem Wetter. Wenn es nicht um Niederschläge geht, sondern um Sperrmüll und Allesabfuhr, vor allen Dingen in Berlin, dann empfehlen wir kein TV und keinen Herrn Kachelmann, sondern Firma Frank Toebs:

Frank Toebs
entruemplung.de

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Vorlesung http://volkslesen.tv/16-08-steuerfluechtlinge-lesen-wolfgang-borchert/

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Fortsetzungsgeschichte: Dauert noch ein bisschen.

Danke für Ihre Geduld.

Dies war WiTzels Tagblatt Nr.

Nr.69
Illustration: Frank Ubbelohde (zum Märchen von den zwölf Brüdern).

 

Dienstag, 11. März 2014 – WiTzels Tagblatt Nr. 34

Dienstag, 11. März 2014

  1. Dienstag heißt „Tuesday“ uff Englisch, wa, deshalb grüßen wir bzw. The Corrs (nebst „Rolling Stone“ Ron Wood) heute ganz, ganz herzlich Mr. Bundespresident Gauck mit dem Lied: „Ruby Tuesday“, 
  2. Doppelbild des Tages: VERTUMNUS, der Gemüsegott;
  3. Spruch zum Tage von Winnetou, dem Häuptling der Apachen;
  4. Die passende Kalendergeschichte kommt diesmal aus der Gastronomie; 
  5. Vorlesung eines wunderschönen Textes, geschrieben von Christine Nöstlinger und vorgelesen von der Industriedesignerin Beate Artweger [in Hintergrund rauscht gaanz, gaaanz leise die Donau];
  6. Fortsetzungsgeschichte MATA HARI.
  7. Premiere: die erste Schachaufgabe in WiTzels Tagblatt !

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Ton ab für The Corrs und Ron Wood, LIVE aus Dublin mit „Ruby Tuesday“:

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S;=)

Bild des Tages 1

Der Gott des Gemüses: VERTUMNUS

Arcimboldo.
Guiseppe Arcimboldo: Kaiser Rudolf II., porträtiert als VERTUMNUS (1590).

Diese vegetarische göttliche Frohnatur interessierte sich schon auch für Fleisch, aber nicht unbedingt auf dem Teller. Jedenfalls entnehme ich das diesem Schnappschuss des Paparazzo Peter Paul Rubens:
Vertumne_et_Pomone_-_Peter_Paul_Rubens_(1617-1619)_

Rubens: Vertumnus und Pomona (1619). [Abfotografiert im Louvre von Jean-Pol GRANDMONT 2013 – Danke dafür!]

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S;=)

Spruch zum Tage:

Das Wort Vegetarier stammt aus der Indianersprache und bedeutet ursprünglich: zu doof zum Jagen.

WINNETOU im Nachwort zu seinem vierten Band.

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S;=)

Die passende Kalendergeschichte stammt heute aus dem Bereich der Gastronomie:

Herr Ober, soll dieser Salat wirklich für zwei Personen sein?

Aber sicher doch, mein Herr!

Und warum ist nur eine Schnecke drin?

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S;=)

Vorlesung diesmal aus der Wachau: 

http://volkslesen.tv/23-12-sommerspiele-melk-lesen-christine-noestlinger/

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Fortsetzungsgeschichte:

COVER-Mata_Hari

1917

Der Prozess gegen Mata Hari nahm weiter seinen Lauf und ihre früheren Liebhaber versteckten sich. „Am Tag der Kriegserklärung“, sagte Oberst Somprou zur Angeklagten, “haben Sie mit dem Polizeipräsidenten von Berlin gefrühstückt und ihn dann zu seinem Wagen geleitet, umgeben von der aufgeregten Menge.“

Das stimmt“, antwortete Mata Hari. „Den Polizeipräsidenten hatte ich in einem Varieté, wo ich tanzte, kennengelernt. In Deutschland ist die Polizei berechtigt, die Kostüme der Künstlerinnen zu prüfen. Man hatte in den Zeitungen geschrieben, ich erschiene fast nackt auf der Bühne. Infolgedessen wollte der Polizeipräsident meine Aufmachung selbst sehen und begutachten. So lernten wir uns kennen und traten in Beziehungen zueinander.“

Briefmarke.

Sehr richtig“, nickte Oberst Somprou. „Kurz darauf beauftragte Sie der Chef der deutschen Spionage mit einer vertraulichen Mission und schickte Ihnen 30.000 Mark.“

Das stimmt, was die Person und die Summe betrifft“, antwortete Mata. „Dieser hohe Beamte schickte mir genau dreißigtausend Mark, aber nicht als Bezahlung für Dienste der von Ihnen genannten Art, sondern für meine Hingabe. Der Chef der deutschen Spionage war mein Geliebter.“

Das war uns bekannt“, sagte Somprou. „Aber diese Summe erscheint uns, offen gesprochen, maßlos hoch als Geschenk für empfangene Liebe.“

Mir nicht“, schüttelte Mata ihren hübschen Kopf, so dass die dichten dunklen Locken flogen. „Niemals gab mir jemand weniger.“

Umso besser für Sie“, fuhr der Oberst fort. „Von Berlin aus kamen Sie nach Paris, und zwar über Belgien, Holland und England. Was wollten Sie hier?“

Ich wollte vor allem meinen Umzug aus der Villa in Neuilly überwachen“, sprach Mata.

Somprou betrachtete skeptisch erst sie und dann die Akten, die er vor sich liegen hatte. „Unmittelbar danach begaben Sie sich unter dem Vorwand, in einem Feldlazarett helfen zu wollen, für sieben Monate in die Kampfzone.“

Jawohl, in Vittel war ich, aber nicht als Krankenschwester im Lazarett. Ich wollte dort einen russischen Soldaten pflegen, den Hauptmann Masloff.“ Hier musste das Kriegsgericht die Tatsache akzeptieren, dass diese verderbte Bajadere und gewissenlose Kurtisane, die ihre bisherigen Gunstzuwendungen eingestandener­maßen einen „Luxusartikel für närrisch gewordene Millionäre“ nannte, in ihren Beziehungen zu diesem moskowitischen Offizier eine mustergültige Zärtlichkeit bewies. So konnte es in den Polizeiberichten nachgelesen werden.

Major Massard sprach in seinem Prozessbericht von solchen, die so betört oder verblendet waren, dass sie die Schuld Mata Haris anzweifelten. „Solche Zweifel“, betonte er, „sind gänzlich unbegründet.“

Er drehte den Spieß um und wertete ihren lebhaft geäußerten Wunsch, in Verbindung mit Soldaten zu gelangen, als Beweis für ihre moralische Verwerflichkeit und den Hang zur Spionage.

Sie selbst bekannte sich zu dieser persönlichen Vorliebe im Prozess: „Männer, die nicht der Armee angehörten, haben mich nie interessiert. Der Offizier ist in meinen Augen ein höheres Wesen, ein Mann, der beständig ein Heldenleben führt, immer gerüstet gegen alle Abenteuer, gegen alle Gefahren. Wenn ich mich verliebte dann immer in tapfere und zuvorkommende Männer des Heeres, ohne mich darum zu kümmern, welchem Lande sie angehörten, denn für mich bilden die Krieger nun einmal eine besondere Art, hoch über allen anderen Menschen.“

Oberst Somprou, Präsident des Kriegsgerichtes, der als rechtschaffener Soldat den Verhandlungen vorstand, murmelte nach diesen Worten Mata Haris: „Tatsache ist aber doch, dass man Sie seit Ihrer Ankunft in Paris nur in Gesellschaft von Militärs sah. Besonders die Flieger schienen es Ihnen angetan zu haben, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruhte, denn diese Männer suchten Sie gern auf und machten Ihnen den Hof. Wie gelang es Ihnen, den Fliegern ihre militärischen Geheimnisse zu entreißen, die sie zu wahren hatten? Das könnten uns wohl nur die Wände Ihres Boudoirs verraten. – Es ist erwiesen, dass Sie dem Feind die Punkte bezeichnet haben, an denen wir Beobachtungsposten aufstellten, um das Vorrücken der Front zu überwachen.“ Seine Stimme klang jetzt hart und metallisch. „Dadurch haben Sie eine große Zahl unserer Soldaten, die Sie angeblich so lieben, in den Tod geschickt!“

Als ich im Feldlazarett den Rittmeister Masloff pflegte, habe ich fortgesetzt mit dem Chef der deutschen Spionage in Holland korrespondiert, das leugne ich nicht“, sagte Mata Hari und bewahrte eine Ruhe bei diesem schweren Schuldvorwurf, die alle Anwesenden verwirrte. „Ich kann doch nichts dafür, dass der Mann diese Funktion ausübte. Niemals habe ich ihm vom Krieg geschrieben oder etwas darauf Bezügliches mitgeteilt.“

Dann kam die Rede des Obersten auf jenen erschossenen belgischen Doppelagenten, durch den sie Ladoux in die Falle ging.

Mata Hari war fälschlicherweise davon ausgegangen, Ladoux’ Liste der belgischen Agenten sei „veraltet“ gewesen. Deshalb habe sie die Namen gegen Geld weitergegeben. Mit dieser Antwort hatte sie ihr Todesurteil ausgesprochen.

Kerzengerade stand sie da in diesem Prozess und fühlte sich nur sichtbar gedemütigt, wenn ihr der Ankläger mit befehlsgewohnter Stimme indiskrete Fragen stellte. Was sie schwer betroffen machte und erregte, das waren hartnäckige Zweifel ihrer Richter, sobald es sich um die erheblichen Summen handelte, die sie sämtlich als Geschenke für ihre Hingabe erhalten haben wollte und nicht als Agentinnenhonorar. Dann wurden ihre Augen sekundenlang hart und hasserfüllt, und sie unterstrich ihre Antworten mit einer groben und verächtlichen Gestik.

Sie hat das alles einstudiert“, flüsterten sich ihre Gegner in diesen Momenten zu. Doch wenn man ihr nur ein bisschen Menschenwürde gönnt und die Szene aufmerksam betrachtet, dann war ihr Verhalten doch sehr authentisch. So ist sie nun einmal gewesen. So war Mata Hari, oder so ist sie jedenfalls geworden. Die Koketterie, mit der sie die Falten ihres Rockes fallen lässt, wenn sie sich auf die Anklagebank setzt, und ihr seltsames Lächeln, mit dem sie manche Punkte der Anklagerede zur Kenntnis nimmt, diese weiblichen Aktionen und Reaktionen bringen den Stadtkommandanten Major Massard und seine militärischen grauen Zellen zur Weißglut.

Immerhin bescheinigt er Mata Haris Auftreten im Kriegsgericht Eleganz und natürliche Anmut: „Sehr groß“ sei sie, „schlank, das Gesicht ein wenig lang und schmal, hatte sie zeitweise eine herbe und unangenehme Miene trotz ihrer schönen stahlblauen Augen und regelmäßigen Züge. In ihrem dunkelblauen Kleid mit spitzem, sehr tiefem Ausschnitt und ihrem dreieckigen, kokett militärisch aufgesetzten Hut entbehrte sie nicht der Eleganz. Doch sie war völlig ohne Grazie, was bei einer Tänzerin überraschen muss. Am meisten Eindruck machte ihr entschlossener Gesichtsausdruck und ihre hohe Intelligenz, von der sie jeden Augenblick Proben gab.“

Wird fortgesetzt.

Am Stück tutti completti, d.h. ganz und gar lesefertig als Kindle Ebook bei Amazon erhältlich, als gedrucktes Buch im DIN-A4-Format (64 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß-Abbildungen, Thermobindung), einzeln numeriert, datiert und signiert von Herbert Witzel alias Hermann Syzygos, für 10 EUR + 2 EUR Versand (innerhalb Deutschlands) bei Herbert Witzel, Warthestraße 25, 12051 Berlin, Tel.: 030-693 16 49, <herbert_f_witzel[at]web.de>.

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Kriege sollten nur noch unblutig auf solchen Brettern stattfinden. Mal sehen, wenn der liebe Gott will und wir leben, dann schaffen wir es vielleicht, jeden Dienstag eine

SCHACHAUFGABE anzubieten – Weiß ist dran, Matt in drei Zügen!!!

Aber wie?

schach-1-a
Weiß ist am Zug, wie gesagt. Fragt sich nur, von wo nach wo?

Auflösung morgen.

Dienstag, 4. März 2014 – WiTzels Tagblatt

  1. Tagesmusik mit John Fogerty und seinen Blue Ridge Rangers  dazu, dass wir Tempel des Heiligen Geistes“ sind, HOLY GHOST BUILDINGS: „Workin‘ On A Building“;
  2. Bild des Tages: Antoni Gaudís schöpferische Fortsetzung der Apostelgeschichte;
  3. Spruch zum Tage von Willy Brandt;
  4. Kalendergeschichte, diesmal über Else Lasker-Schüler in Berlin;
  5. Vorlesung, u.a. geht es diesmal um eine „Propheten-Ehe“ sozusagen, nämlich die Verheiratung eines 8jährigen Mädchens mit einem 30jährigen Mann (Kaufpreis: 1.100 EUR an den Vater und seine zwei Ehefrauen);
  6. Fortsetzungsgeschichte MATA HARI.

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Nächsten MONTAG ist Tagblatts Ruhetag, übrigens.

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Ton ab für den Ex-Sänger der Hit-Fabrik „Creedence Clearwater Revival“, John Fogerty, hier mit seinen Blue Ridge Rangers und einem wunderschönen alten Gospel:


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S;=)

Bild des Tages:
„Temple Expiatori de la Sagrada Família“ (entworfen von Antoni Gaudí, begonnen 1882)

Sagrada Familia.
Sagrada Familia.

Ein starkes Glaubenszeugnis, trotz des Gegensteuerns aus der Rot-Grünen Hölle. Was Väter angefangen haben, bauen die Söhne weiter. Mir hat gefallen, wie ein katalanischer Bauarbeiter sagte:

Sie können machen, was sie wollen – aber unseren anonymen Ruhm, den können sie uns nicht mehr wegnehmen.

Hier zwei Links, einmal zu Wikipedia und einmal zum Original – bitte klicken, es lohnt sich.

Auch für uns Berlinerinnen und Berliner ist es gut, mal was anderes zu sehen als den plattgemachten scheintoten Flughafen Tempelhof und das Wowereit-Schelmenstück „BER“, benannt nach Willy Brandt, weil der sich nicht mehr wehren kann. Im Jenseits soll er jetzt ja „Wirbel-Willy“ heißen und als Ventilator eingesetzt werden, weil er sich im Grabe entsprechend umdreht.

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S;=)

Spruch zum Tage:

Man soll sich erst dann ein Auto anschaffen, wenn man sich auch einen Chauffeur leisten kann.“

WILLY BRANDT, zeitlebens ohne Führerschein und trotzdem ziemlich weit herumgekommen.

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S;=)

Kalendergeschichte:

Else Lasker-Schüler in Berlin

Else (1875)
Else Lasker-Schüler frisch verheiratet (1894).

Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte das „Hotel Koschel“, Motzstraße 78 (heute Nr. 7), in den Besitz von Heinrich Münch. Er benannte es später um in „Hotel Sachsenhof“, so heißt es auch heute noch. Heinrich Münch war mit Else Lasker-Schülers Bruder Paul befreundet. Durch dieses Vitamin B ergab es sich, dass sie 1924 in das Hotel einzog und dort in einem bescheidenen Hofzimmer bis zu ihrer Emigration am 19. April 1933 wohnte.

Der Schriftsteller, Theaterkritiker und Journalist Georg Zivier schilderte ihr Zimmer wie folgt:

Eine Karawane von Glastieren stand auf dem Mitteltisch ihres Pensionszimmers, kompaßgenau in der Richtung nach Jerusalem aufgestellt, wo sie die letzte Phase ihres Lebens auch zubringen wollte.“

Peter Hille, Georg Trakl, Gottfried Benn, Richard Dehmel, Franz Werfel, George Grosz, Theodor Däubler, René Schickele und Oskar Kokoschka nannte sie ihre Freunde, in der Künstlerszene vom „Café des Westens“ bildete sie den Mittelpunkt. Allerdings verdiente sie als Mitarbeiterin der Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“ so bitter wenig, dass sie — nach ihren eigenen Worten — auf der Straße immer dicht am Rand der Häuser unter den Balkonen entlang ging, damit ihre Eltern im Himmel nicht mit ansehen müssten, wie arm sie war.
Das Bezirksamt Schöneberg ließ zum 300. Gründungstag der Jüdischen Gemeinde in Berlin am 10. September 1971 eine Gedenktafel am Hotel anbringen.

Gedenktafel.
Gedenktafel Motzstraße 7.


Nachdem Else Lasker-Schüler von Nazis auf der Straße überfallen und zusammengeschlagen worden war, ging sie über Zürich nach Jerusalem.
Die Dichterin wurde am 11. Februar 1869 als jüngstes von sechs Kindern des Bankiers Aaron Schüler in Elberfeld geboren, heiratete 1893 den Berliner Arzt Dr. Berthold Schüler und zog in die Reichshauptstadt. 1899 wurde das Paar geschieden. In dieser Zeit erschienen ihre ersten Gedichte in diversen Zeitschriften.
1899 bekam sie den Sohn Paul, der 1927 an Tuberkulose starb. Er entstammte der Verbindung mit einem Griechen, einem „Plebejerzigeuner, der Tag und Nacht in verräucherten Cafés spielte“. Sie nannte diesen Griechen „Alcibiades“ und gab seine wahre Identität nie bekannt. Sich selbst nannte sie später nach ihrem 1914 erschienen Geschichtenbuch „Jussuf, Prinz von Theben“.
In den vierzig Jahren, die sie in Berlin verbrachte, hatte sie mehrere mehr oder weniger armselige Unterkünfte. Als ihr erster Lyrikband „Styx“ erschien, hauste sie „in dem abgetrennten Käfig eines Kellers, einem ehemaligen Flaschenraum, den mir der Portier des Gebäudes geheimnisvoll, aber großzügig für 75 Pfennige monatlich auf seine Rechnung und Gefahr vermietet hatte“.

Else Lasker-Schüler
Briefmarke zum 30sten Todestag 1975.

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Vorlesung u.a. geht es diesmal um eine „Propheten-Ehe“ sozusagen, nämlich die Verheiratung eines 8jährigen Mädchens mit einem 30jährigen Mann (Kaufpreis: 1.100 an den Vater und seine zwei Ehefrauen):

http://volkslesen.tv/17-10-genderbibliothek-liest-uta-von-schrenk/

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Fortsetzungsgeschichte:

COVER-Mata_Hari

Ein Verdacht entsteht

Alles Leben ist Tanz.

Mata Hari

Während ihres Lebens mehrte sich Mata Haris Vitamin B zu den VIPs und Promis aus Politik und High Society. Diese Kontakte und Informationsquellen, mit denen Mata Hari bewusst oder unbewusst kokettierte und sich wichtig tat damit, hierdurch mehr zu wissen als der Rest der Welt, diese Kontakte wurden ihre Krankheit zum Tode. Außerdem mochte sie die Deutschen und Geld riecht sowieso überall nach nix, außer nach Beruhigungsmittel – egal, wo es herkommt.

Im Mai 1916 bot ihr Carl Cremer, seines Zeichens deutscher Konsul in Amsterdam, 20.000 Franc an, falls sie sich bereit erklärte, Deutschland Informationen zukommen zu lassen. Sie nahm das Geld und erklärte sich zu allen Schandtaten bereit, doch eine Gegenleistung erbrachte sie nie.

Nun erlaube ich mir zwei Einlagen, liebe Leserinnen und Leser, die Sie selbstverständlich überfliegen oder überflügeln können:

1. „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ Otto von Bismarck.

2. Treffen sich Tünnes und Schäl auf der Brücke zwischen Linksrheinisch und Rechtsrheinisch. Sagt der Tünnes: „Du, Schäl, ich hab gehört, deine Frau soll im Bett ja eine ganz tolle Nummer sein!“ – Sagt der Tünnes: „Ach, Schäl, du weißt doch wie das ist. Die einen sagen so und die andern sagen so.“

Erstens heißt der Erste Weltkrieg Erster Weltkrieg, weil Krieg war, und zweitens soll Mata Hari im Bett und überhaupt ein „lecker Mädchen“ gewesen sein.

Erstens wurde später der Spionageverdacht bereinigt durch den deutschen Generalmajor a. D. Friedrich Gempp. Dieser diente unter Kaiser Wilhelm II. als Walter Nicolais Stellvertreter und Nachfolger. Oberstleutnant Walter Nicolai war während WK I der deutsche Geheimdienstchef – Spitzname: „Vater der Lügen“. Gempp wusste zwar alles, was den Geheimdienst anging, und er hatte auch reichlich von Mata Hari als heißem Feger gehört. Doch von einer Spionin Mata Hari wusste er nichts.

Andererseits ist im Freiburger Militärarchiv als Maschinenskript und Mikrofilm einsehbar der 14teilige Erfahrungsbericht über den deutschen militärischen Nachrichtendienst im Ersten Weltkrieg, von eben jenem Generalmajor Friedrich Gempp verfasst, von den Amis zunächst in Washington gebunkert und 1976 der Öffentlichkeit bzw. den Deutschen übergeben. In diesem Bericht wird auch über die „Agentin H 21“ informiert, bei der es sich um Mata Hari handelt. Im Spätherbst des ersten Kriegsjahres 1915 trat sie in den Dienst der „Abteilung III b“.

Abteilungsleiter Oberstleutnant Walter Nicolai lud Mata Hari nach Köln ein, wo beide ein Gespräch führten mit dem Ergebnis, dass sie einem Führungsoffizier (Major Roepell) unterstellt wurde, der ihre Ausbildung als Agentin leiten und begleiten sollte.

Roepell habe ihr, heißt es in dem Bericht für die USA, „auf langen Spaziergängen am Rande der Stadt Köln das Agenten-Einmaleins“ beigebracht, während im Praktikum ein Experte mit ihr „chemisches Schreiben“ übte. Ausbildung im dualen System sozusagen.

Mata Hari habe den Auftrag bekommen, vom Eiffelturm aus [sollte ein Scherz sein ;)] Aufklärung über die nächsten Offensivpläne des Gegners zu betreiben, durch militärisch interessante Gebiete Frankreichs zu reisen und mit der Kriegsnachrichtenstelle West in Düsseldorf (Leiter: Mahor Roepell) sowie der Agentenzentrale in der Deutschen Botschaft in Madrid (Leiter: Major Arnold Kalle) ständig Verbindung zu halten. Schlussendlich sei Mata Hari Hauptmann Hoffmann zugewiesen worden, der ihr den Decknamen „H 21“ gegeben habe.

Dann sei sie nach Den Haag zurückgekehrt. Wenig später habe ihr Generalkonsul Cremer 20.000 Francs als Startkapital zukommen lassen (s.o.).

Unter dem Vorwand, ihre bei Kriegsausbruch in Paris zurückgelassenen Möbel abholen zu wollen, sei „H 21“ im Dezember 1915 nach Frankreich eingereist und habe im Pariser „Grand Hotel“ Quartier bezogen, um dort die Aktenlage der Alliierten auszuschnüffeln. Das sei ihr durch Vitamin B und ihre dortigen Verbindungen zu Jean Hallaure, tätig im Kriegsministerium, zu Ex-Kriegsminister Adolphe Messimy und zu Jules Cambon, Generalsekretär im Außenministerium, ziemlich leicht gefallen.

Zwischen Weihnachten 1915 und Neujahr 1916 telegrafierte sie an Hoffmann, „dass vorläufig, namentlich jetzt, in Frankreich nicht an eine französische Offensive gedacht wird“, um anschließend mit ihrem Hausrat „in zehn Packkisten“ und auf kriegstypischen Umwegen (eine direkte Reise auf kürzestem Weg war in diesen Zeiten kaum möglich) durch Südfrankreich über Spanien nach Den Haag zurückzureisen.

George Ladoux vom Deuxième Bureau, der zweiten Abteilung des französischen militärischen Auslandsnachrichtendienstes, wurde bereits Mitte März 1915 auf Mata Hari aufmerksam und wunderte sich schon damals, was das alles zu bedeuten hatte.

Während ihrer Fahrt Paris-Spanien-Den Haag, bei einer Zwischenstation in Southampton, veranlasste der britische „Secret Intelligence Service“, der Informationen über Mata Hari von Agenten aus Madrid erhalten hatte, ihre Verhaftung. Sie reiste mit einem Pass, der auf den Namen „Gertrud Benedix“ ausgestellt war. Die Polizei befand ihre Papiere für gefälscht. Mata Hari wurde nach London verbracht.

Sir Basil Thompson, Leiter des britischen Spionageabwehrdienstes, verhörte sie. Mata verteidigte sich gegen die Vorwürfe der Agententätigkeit. Thompson, der reichlich Berufserfahrung im Umgang mit Spionen hatte, glaubte ihr. Den falschen Pass erklärte sie damit, dass sie die Geliebte eines deutschen Luftwaffenattachés mit Namen Bendix sei. Das war möglicherweise Notlüge und reine Schutzbehauptung.

Sir Thompson schrieb später in seinen Memoiren, Mata Hari habe ihn um ein persönliches Gespräch gebeten und dann gestanden, wirklich eine Spionin zu sein, jedoch für Frankreich und nicht für Deutschland. Er habe sie laufen lassen, danach aber den französischen Geheimdienst über dieses Gespräch informiert.

Nach Passieren der französisch-spanischen Grenzstation Hendaye am Golf von Biskaya in der Region Aquitanien erreichte Mata Hari Madrid am 12. Januar 1916. Dort erstattete sie dem Agentenchef in der Deutschen Botschaft, Major Arnold Kalle, einen persönlichen Lagebericht, den dieser umgehend in einem verschlüsselten Telegramm weiterleitete. Dieses drahtlose Telegramm wurde zum Stolperdraht für Mata Hari, denn die Tommies vom Secret Intelligence Service fingen dieses Telegramm auf und konnten den Code knacken. Der Rest war Routine und ein Weckruf von wegen Mata Hari an den französischen Geheimdienst zur Weiterleitung an die Spionageabwehr.

Unsere Hauptperson quartierte sich im Madrider „Palace Hotel“ ein, Tür an Tür mit der jungen Französin Marthe Richard, die auf alle Fälle eine „echte“ Spionin im Dienste Frankreichs geworden war, nachdem sie gleich zu Anfang des Krieges ihren Mann bei der deutschen Eroberung der Feste Maubeuge verloren hatte. Für Geheimdienstchef Ladoux stieg sie ins Bett mit dem weißhaarigen Korvettenkapitän und Marineattaché Baron Hans von Krohn. In ihren Memoiren schrieb sie, dass ihr über Mata Haris Agententätigkeit in Madrid nie etwas bekannt geworden sei. Bis in den April 1917 hinein wusste niemand etwas davon und sie selbst erfuhr es erst – na klar, durch die objektive Berichterstattung der Medien. In französischen Zeitungen wurde nach Mata Haris Festnahme behauptet, sie habe eine intime Beziehung zu dem Baron von Krohn gehabt.

Als Marthe Richards daraufhin ihren Liebhaber aufsuchte und mit ihm ein ernstes Gespräch unter Zuhilfenahme fliegender Untertassen führte, stellte sich die Behauptung als Zeitungsente heraus.

Wie auch immer, Major George Ladoux ließ Mata Hari jedenfalls von seinen Leuten in Madrid observieren, teils im Taxi, teils zu Fuß und teils auf einem Fahrrad, das genauso klapprig war wie jener harmlos wirkende Tattergreis, der in die Pedale trat und die Calle Mayor entlang radelte.

Von Madrid aus reiste Mata Hari nach Paris. Dort beantragte sie einen Passierschein nach Vittel in den Vogesen, direkt vor der damaligen Frontlinie. Sie erhielt die Genehmigung und wurde in Vittel überwacht wie die Blaue Mauritius, doch selbst Ladoux konnte nichts Verdächtiges in den Beobachtungsprotokollen entdecken. Sie besuchte Freunde, unter anderem im Spital einen russischen Offizier, ging einkaufen, trank Tee um fünf Uhr und ließ sich von einer Wahrsagerin die Karten legen.

Allerdings bauten sich die Horch-und-Guck-Beauftragten ihre eigenen Verschwörungstheorien zusammen. Angeblich soll Mata Hari zweimal ihre Abreise vorbereitet und dann wieder abgesagt haben. Und die Schiffe, mit denen sie wohl gefahren wäre, erhielten Torpedotreffer und landeten auf dem Meeresgrund. Auch diese Theorien fanden vermutlich unter „Beweismittel“ ihren geheimen Dienstweg in den Aktenordner: „Mata Hari wg. Hochverrat“. Doch die Ergebnisse der bisherigen Ermittlungen waren noch zu mager für einen Zugriff.

Für einen längeren Zwischenaufenthalt in den Niederlanden beantragte sie beim britischen Konsulat in Rotterdam ein Visum, das ihr verweigert wurde. Daraufhin wandte sie sich an das Auswärtige Amt. Dort tat man ihr den Gefallen und intervenierte beim Home Office am 27. April 1916 mit Telegramm Nr. 74. Das britische Feed back hätte Mata Hari stutzig machen müssen: „Die Behörden haben ihre Gründe, weshalb Zulassung der in Ihrem Telegramm 74 erwähnten Dame in England unerwünscht.“

Wird fortgesetzt.

Am Stück tutti completti, d.h. ganz und gar lesefertig als Kindle Ebook bei Amazon erhältlich, als gedrucktes Buch im DIN-A4-Format (64 Seiten mit vielen Schwarz-Weiß-Abbildungen, Thermobindung), einzeln numeriert, datiert und signiert von Herbert Witzel alias Hermann Syzygos, für 10 EUR + 2 EUR Versand (innerhalb Deutschlands) bei Herbert Witzel, Warthestraße 25, 12051 Berlin, Tel.: 030-693 16 49, <herbert_f_witzel[at]web.de>.

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